Vom Bauch ins Gehirn und wieder zurück – die Entscheidung, wann der optimale Zeitpunkt für den Unternehmensverkauf gekommen ist, fällt schwer. Eine generell gültige Regel gibt es nicht.

Faktor II: „Ist die Braut hübsch?“

Optimalerweise wird der Unternehmensverkauf zu einem Zeitpunkt eingeleitet, an dem die Zukunftsindikatoren des Unternehmens auf Aufschwung deuten. Investiert wird in die Zukunft – im Kopf des Investors müssen Fantasie und Vertrauen ausgelöst werden können. Das bisher erreichte und der Status-quo dienen lediglich der Plausibilisierung der Unternehmensplanung.


Neben den Zahlen kommt der Qualität des Managements eine entscheidende Bedeutung zu. Ein Unternehmen ist für Investoren dann am wertvollsten, wenn der übergebende Eigentümer es so gut wie freihändig führen kann, ohne allzu häufig das Steuer ergreifen zu müssen.

Insbesondere bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen tritt im Zuge eines Unternehmensverkaufs oftmals eine interne Schwäche zutage, die sich stark wertmindernd auswirkt: nur rudimentär vorhandene Reporting- und Planungswerkzeuge, Führen nach Bauch statt nach Zahlen. In sich schlüssige, nachvollziehbare Unternehmensplanungen und detaillierte Controlling-Werkzeuge sind jedoch die beste Nahrung für den Vertrauensaufbau eines Käufers in das Unternehmenspotenzial.