Milliarden durch Standortoptimierung

Erfolgreiche Standortprojekte bergen erhebliche Potenziale auf Umsatz- und Kostenseite. Und: Sie sorgen für eine bessere Ertragslage im Wettbewerbsvergleich – so die Ergebnisse einer aktuellen Studie.

Die Durchführung von Standortprojekten zeichnet sich durch eine hohe Komplexität und Individualität aus. Dabei Standardlösungen aus der Schublade ziehen und allen Unternehmen „überstülpen“? Fehlanzeige. Dennoch gibt es idealtypische Projektinhalte und Herausforderungen.

Erfolgsfaktor Transparenz

Klar: Die Märkte der Zukunft müssen erst einmal bekannt sein, bevor der Prozess einer Standortentscheidung starten kann. In Unternehmen bisher meist üblich: Eine Umsatzplanung für die nächsten drei bis fünf Jahre – mit der jedoch keine seriöse Kapazitätsberechnung erfolgen kann. Vielmehr sollte die wertmäßige Umsatzplanung in eine mittelfristige Absatzplanung mit Operations-relevantem Detaillierungsniveau überführt werden (z.B. Produktfamilien/-gruppen). Schließlich denkt die Produktion und Logistik in Mengen und Stück, nicht in Umsatz.

Die aktuelle Leistungsfähigkeit im aktuellen Wertschöpfungsverbund sollte strukturiert erfasst werden, indem die einzelnen Standorte in logisch voneinander abgetrennte Fertigungsbereiche segmentiert werden. Oberste Devise: Bei der Ist-Datenerhebung nicht verzetteln! Dafür sind nur die Informationen in standardisierter Form zu sammeln, die auch tatsächlich für die spätere Bewertung globaler Standortalternativen benötigt werden: Kosten, Auslastung, Gesamtanlageneffizienz (OEE), Schichtmodelle, direkte und indirekte Mitarbeiter, Overhead, Flächenbedarfe, Maximalkapazitäten und „Standard“-Investitionen (Investitionsbedarf für eine spezifische Produktionsmenge). Das Logistiknetzwerk wird idealerweise in die Dimensionen Lieferzeiten, Logistikströme, Transportmedium (Schiff, LKW …) und Bestände aufgeschlüsselt.