Internationale Mitarbeitereinsätze

Fernweh: Will man Mitarbeiter fürs Ausland motivieren, muss man Anreize schaffen.
Fernweh: Will man Mitarbeiter fürs Ausland motivieren, muss man Anreize schaffen.

Internationale Mitarbeitereinsätze gehören für viele Unternehmen zum Tages­geschäft und sind ein Muss für Firmen, die den Schritt über die deut­schen Grenzen wagen. Was es dabei zu beachten gilt.

Flexibler Personaleinsatz weltweit – für viele Unternehmen ist dies eine wichtige Voraussetzung, um auch bei zunehmender Globalisierung der Wirtschaft erfolgreich bestehen zu können. Immer mehr wird die Internationalisierung zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Deswegen gewinnt auch die Entsendung von Arbeitnehmern ins Ausland und vom Ausland ins Inland zunehmend an Bedeutung: Der Mangel an qualifizierten Fachkräften kann behoben und im Idealfall eine einheitliche Unternehmenspolitik vor Ort durchgesetzt werden.

Vom ersten Schritt bis zur erfolgreichen Umsetzung ist es jedoch ein langer Weg, der nur mit qualifizierter Fachkompetenz und durch systematische Planung gemeistert werden kann. Zu hohe Kosten, frustrierte Mitarbeiter oder im schlimmsten Fall das Scheitern eines ganzen Vorhabens sind häufig die Folge einer – meist aus reiner Unwissenheit – schlecht organisierten Mitarbeiterentsendung.


„Der Mangel an qualifizierten Fachkräften kann behoben und im Idealfall eine einheitliche Unternehmenspolitik vor Ort durchgesetzt werden.“

Klaus Strohner, Rechtsanwalt und Partner der optegra GmbH & Co. KG


Das Unternehmen muss nicht nur den rechtlichen und wirtschaftlichen Anforderungen fremder Märkte gerecht werden, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit die Mitarbeiter die an sie gestellten Anforderungen erfüllen können. Voraussetzungen dafür sind Entsendungsbedingungen, die das Arbeitsrecht, die Sozialversicherung und das Steuerrecht des Heimat- und des Einsatzlandes berücksichtigen.

Auch der Arbeitnehmer steht vor vielen offenen Fragen, bevor er seinen Auslandseinsatz beginnen kann. Themen wie Wohnungswechsel, Versicherungen, Steuern, Gehalt und die Beschaffung aller notwendigen Dokumente (Visa, Arbeitserlaubnisse etc.) stehen hier im Vordergrund. Der Arbeitgeber sollte darauf vorbereitet sein, professionell und kompetent beraten und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

1
2
3
Vorheriger ArtikelKMU fühlen sich unterrepräsentiert
Nächster Artikel„Eigentlich gibt es keine Arbeit“