Im Aufwind

Aufwärtsbewegung: Auch in Deutschland fanden wieder mehr M&A-Deals statt.
Aufwärtsbewegung: Auch in Deutschland fanden wieder mehr M&A-Deals statt.

Das Übernahmekarussell dreht sich: Der US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs rettete der Boom bei Fusionen und Übernahmen sogar das zweite Quartal. Das globale M&A-Geschäft befindet sich nach der ersten Jahreshälfte auf dem höchsten Niveau seit 2007. Auch der deutsche Mittelstand ist davon betroffen, wenngleich der Trend hin zu großvolumigeren Transaktionen geht. Wann, wenn nicht jetzt sollten große Corporates zuschlagen? Die Kassen vieler Unternehmen sind prall gefüllt. Anlagealternativen sind rar.

Im Kommen sind innovative Formen, sich Eigenkapital über Minderheitsbeteiligungen ins Haus zu holen. Unternehmen machen sich von den Banken unabhängiger und haben im besten Fall einen Partner, der das Wachstum mitfinanziert oder eine neue Expertise mit ins Haus bringt. Im Trend liegen Netzwerke von Unternehmern oder vermögenden Privatpersonen, die Kapital in mittelständische Unternehmen investieren. Wie etwa in die K&K Group AG, ein 300-Mitarbeiter-Unternehmen, das etwa mit dem Catering zur Fußball-WM in Brasilien für das Wohlbefinden der Gäste sorgte (Hier im E-Magazin lesen).

Der Weg aus der Krise durch eine Mehrheitsbeteiligung über eine Investorengemeinschaft gelang Mustang. Der traditionsreiche Jeanshersteller schaffte so den Turnaround. Wie er zu alter Stärke zurückkehren will, erklärt Geschäftsführer Dietmar Axt im Interview.

Dass auch ein mehrmaliger Verkauf eines Unternehmens zum Erfolg führen kann, zeigt das Beispiel des Feinchemieherstellers CABB. Bereits zum dritten Mal wechselte der Private-Equity-Eigentümer. Dennoch wächst das Unternehmen ungebremst.

Seit 11. August finden Sie im Rahmen unserer Plattform „M&A China/Deutschland“ das erste E-Magazin in zweisprachiger Form. Besuchen Sie unseren Blog unter ma-dialogue.com.

Eine spannende und informative Lektüre wünscht Ihnen das Team der Unternehmeredition.

Autorenprofil

Tobias Schorr war von März 2013 bis Januar 2018 Chefredakteur der "Unternehmeredition". Davor war er für die Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien im Ressort Geld als Redakteur tätig. Von 2003 bis 2007 arbeitete er zunächst als Redakteur, dann als Ressortleiter beim Mittelstandsmagazin "Markt und Mittelstand". Sein Handwerk lernte er an der Axel Springer Journalistenschule.

Vorheriger ArtikelBIP-Wachstum lässt nach
Nächster ArtikelDie neue Normalität