Die Wealth Collect Holding GmbH hat die Sushi Mobility GmbH im Rahmen einer übertragenden Sanierung übernommen. Der Kaufvertrag mit der neu gegründeten Sushi Bikes GmbH trat zum 01.02.2026 in Kraft. Laut dem Insolvenzverwalter Björn Hellfeld von der Kanzlei Pohlmann Hofmann ist damit die Zukunft des Münchner Unternehmens gesichert. Das Amtsgericht München hatte Mitte November 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfolgte am 30.01.2026. Nach Angaben des Insolvenzverwalters gelang es seinem Team, den Geschäftsbetrieb über drei Monate erfolgreich fortzuführen. Parallel wurde nach einer stabilen Zukunftslösung für das spezialisierte Unternehmen gesucht.
Hintergründe der wirtschaftlichen Krise
Die Sushi Mobility GmbH entwickelte erschwingliche E-Bikes für den urbanen Raum. Das Unternehmen verfügte nach eigenen Angaben über eine Basis von mehr als 40.000 verkauften Rädern. Zuletzt sah sich der Betrieb jedoch mit deutlich gestiegenen Produktionskosten konfrontiert. Auch höhere Finanzierungskosten und eine zurückhaltende Konsumentenstimmung belasteten das Geschäft. Laut dem Unternehmen kam trotz intensiver Gespräche mit Investoren keine weitere Finanzierung zustande. Die Stellung eines Insolvenzantrags wurde daher unumgänglich.
Strategische Ausrichtung der neuen Eigentümer
Die Käuferin ist Teil der Wealth Collect Holding GmbH. Diese Unternehmensgruppe fokussiert sich laut Pressemitteilung auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle. Mit dem Erwerb der Lifestyle-Marke will die Gruppe ihre integrierte Mobilitätsstruktur ausbauen. Nach Angaben der Holding soll Mobilität als ganzheitliches System aus Fahrzeugen und Infrastruktur entwickelt werden. Rainer Langnickel, Gründer der Wealth Collect Holding GmbH, sieht erhebliches Potenzial für die Marke. Ziel sei es, die Lieferfähigkeit zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen. „Mit Sushi Bikes übernehmen wir eine Marke mit klarer Haltung, hoher Markenbekanntheit und großer Nähe zur urbanen Zielgruppe“, sagt Rainer Langnickel.
Sicherung der Marke und Arbeitsplätze
Durch die Transaktion konnten die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gesichert werden. Der Insolvenzverwalter bezeichnete die Lösung als tragfähig für die Fortführung der Marke unter neuer Trägerschaft. „Diese Transaktion stellt einen außerordentlichen Erfolg dar“, erklärt Björn Hellfeld. Gründer Andreas Weinzierl bleibt dem Unternehmen als Geschäftsführer erhalten. „Dass wir nun mit einem starken Partner an der Seite weitermachen können, fühlt sich wie der Befreiungsschlag an, auf den wir alle gewartet haben“, sagt Andreas Weinzierl. Er betont, dass der Fokus weiterhin auf bezahlbaren E-Bikes für die Stadt liegen wird. „Mein Herz schlägt für diese Marke und unsere Vision von lebenswerten Städten“, sagt Andreas Weinzierl.
Pohlmann Hofmann gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Kanzleien für Insolvenzverwaltung in Deutschland. Die Kanzlei beschäftigt mehr als 60 Mitarbeiter an mehreren Standorten in Süddeutschland. Zu den Schwerpunkten zählen Sanierungsmaßnahmen in komplexen Insolvenzverfahren.









