Zukunftsfähigkeit bei Mittelständlern

Die Sache mit den Ideen: Für die Zukunftsfähigkeit sind sie entscheidend (© fotolia/Sondern)
Die Sache mit den Ideen: Für die Zukunftsfähigkeit sind sie entscheidend.

Wie ist es um die Zukunftsfähigkeit von Mittelständlern bestellt? Das war die Frage, die sich die Managementbertaung Wieselhuber & Partner in ihrem Innovationspanel stellte.

Wieselhuber & Partner befragte 100 Entscheider führender Unternehmen zu ihrem Zukunfts- und Innovationsmanagement. Wenig überraschend: Größter „Megatrend“ für die Unternehmen ist die digitale Transformation, und das sowohl für B2B- wie auch für B2C-Unternehmen. Auch Veränderungen durch neue Technologien werden als maßgeblich eingestuft. Interessant: Vor allem B2C-Unternehmen erwarten starke Veränderungen ihres Geschäfts durch den demographischen Wandel. Von großen Einschränkungen ihres Geschäfts durch die Trends gehen die Unternehmen indes nicht aus: Nur 5,5 Prozent gaben an, dass sie eine größere Verwundbarkeit erwarten. 42 Prozent stimmten der Aussage überhaupt nicht zu, rund 53 Prozent waren unsicher.

Doch die Unternehmen wissen, dass sie mehr tun müssen. 63,5 sehen ein, dass sie ihre Zukunftsfähigkeit noch anpassen müssen. Nur zwölf Prozent messen ihren Innovationsgrad regelmäßig anhand fest definierter Kennzahlen. Am häufigsten meinten die Unternehmen, dass der Kampf um die Zukunftsfähigkeit auf den Feldern „Produkte und Leistungen“ und „Marke und Positionierung“ entschieden wird. Die Bedeutung von Innovationen bei Geschäftsmodell und Führungsebene wird dafür aber nur von wenigen als hoch eingeschätzt (31,5 bzw. 26 Prozent). Die meisten Ideen kommen von den Kunden: Bei B2B-Unternehmen sogar zu fast 80 Prozent.

Bei Vermarktungs- und Serviceinnovationen werden die Ideen aber spärlich: Bei rund 38 bzw. 52 der Befragten waren diese nur in durchschnittlichem Maße vorhanden – zu wenig, wie Wieselhuber meint. Zumal es sich um die Felder handelt, die mit am stärksten von der Digitalisierung verändert werden. Auch das Innovationsmanagement zeigt Schwächen auf: Über alle Unternehmen hinweg war die Innovationshöhe nur durchschnittlich, Innovationszyklus und -fokus eher undefiniert. Außerdem hätten die Unternehmen gerne mehr Personal für ihr Innovationsmanagement: 72 Prozent sind mit ihrem Innovationsmarketing unzufrieden, 73,5 Prozent mit dem Vorfeldmarketing.

Für Studienleiter Maximilian Wieselhuber steht fest, dass sich Unternehmen mehr mit ihrer Zukunftsfähigkeit beschäftigen sollten. „Die unternehmensrelevante Zukunft zu erkennen, zu bewerten und zu gestalten, muss mehr im Fokus der ersten Managementebene stehen.“ Szenario-Technik, Strategic Foresight und Trendforschung, die ohnehin nur von einem Drittel der befragten Unternehmen eingesetzt werden, seien nicht genug. www.wieselhuber.de