Insolvenzen nehmen ab (© fotolia/Andrey Kuzmin)
Insolvenzen nehmen ab: 2015 waren sie so niedrig wie lange nicht.

In Deutschland gibt es so wenige Insolvenzen wie seit 1999 nicht mehr. Vor allem der guten Wirtschaftslage ist dies zu verdanken. Bei den Unternehmen verlangsamt sich das Minus.

Seit der Einführung der Insolvenzordnung gab nie weniger Insolvenzen wie in diesem Jahr. Insgesamt mussten im Jahr 2015 23.230 Unternehmen Insolvenz anmelden. Im vergangenen Jahr waren es noch 24.030 Unternehmen. Allerdings stieg der Anteil bei Unternehmen kleinerer und mittlerer Größe. Nach Erhebungen von Creditreform legte dieser um 2,1 Prozent zu. Weniger betroffen von einer drohenden Pleite waren Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 50 Mio. Euro jährlich.

Eine der größten Insolvenzen in diesem Jahr war die des Gebäude- und Anlageunternehmens Imtech Deutschland GmbH & Co.KG mit rund 3500 Beschäftigten. Doch auch bekannte Markenunternehmen wie der Hersteller von Sport- und Freizeitgeräten, Kettler, musste den Gang zum Gericht antreten.

Deutlich stärker als bei den Firmen war der Rückgang bei den Verbraucherinsolvenzen. Lediglich 79.030 Fälle wurden hier registriert. 2014 lag die Anzahl noch bei 86.460. Laut Angaben von Creditreform ist dies der tiefste Stand seit zehn Jahren. Allerdings legte der Anteil der unter 30-Jährigen zu. www.creditreform.de