Probleme mit Nachfolgerregelung

Übergabe des Unternehmens: Wer sich rechtzeitig mit den Optionen auseinandersetzt, kann alle Seiten zufriedenstellen.

14 von 100 mittelständischen Unternehmen in Deutschland werden in den nächsten drei Jahren in neue Hände übergehen. Davon 29 % in der Agrarwirtschaft und überdurchschnittlich viele im Baugewerbe.

Wenn in den kommenden zehn Jahren sogar mehr als 50 % der Unternehmen einen Nachfolger finden müssen, kündigt sich den Mittelständlern laut DZ Bank ein großer Umbruch an. Denn externe Nachfolgelösungen gewinnen laut Umfrage immer mehr an Bedeutung und die Angst um die Zukunft der Belegschaft nimmt zu.

Nicht etwa finanzielle Ursachen stehen bei den Gründen der Unternehmensübergabe bei den Befragten an erster Stelle, sondern der Demographiewandel: 92 % gaben an, aufgrund ihres bevorstehenden Ruhestands einen Nachfolger zu suchen. Dabei schwingt die Sorge, der Nachfolger könne nicht qualifiziert genug sein, bei fast der Hälfte mit. Sie ist sogar höher als die eigentliche Sorge, einen Kaufinteressenten als Nachfolger zu finden, was 40 % der Befragten angaben.

„Die Nachfolgelösungen außerhalb der Familie gewinnt bei eigentümergeführten Unternehmen immer mehr an Bedeutung“, sagt Markus Loy, Geschäftsführer der VR Unternehmerberatung. Demnach würde ein Viertel der Befragten an ein internes oder externes Management verkaufen (MBO/MBI), zwei Prozent an einen Finanzinvestor. 52 % möchten auch nach der Übergabe dem Unternehmen als Berater treu bleiben.

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