Mittelstand scheut Online-Marketing

Potenzial noch nicht erkannt: Beim Online-Marketing könne Mittelständler noch aufholen.
Potenzial noch nicht erkannt: Beim Online-Marketing könne Mittelständler noch aufholen.

Für die E-Business-Agentur Heilemann & Co. befragte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Unternehmen des deutschen Mittelstandes zu ihren Aktivitäten im digitalen Bereich. Die nehmen zwar stetig zu, doch bei der Vermarktung gibt es noch Luft nach oben.

90% der befragten KMUs haben eine eigene Website, 28,4% optimieren diese für bessere Resultate bei den Suchmaschinen. 41,3% verwenden die Dienste von Google, um mit den Anzeigen ihre Zielgruppe besser zu erreichen. Den Kontakt erweitern 43,7% mit eigenen Seiten in sozialen Netzwerken.

Doch das Thema Online-Marketing haben Mittelständler noch nicht wirklich für sich erkannt: Obwohl der durchschnittliche Jahresumsatz bei einem Drittel der von GfK befragten Unternehmen zwischen 500.000 EUR und 1 Mio. EUR lag, war das Budget für digitale Werbung allenfalls dürftig. 12,7% verzichten sogar gänzlich darauf, im Internet Werbung zu schalten, unter anderem weil es kompliziert und teurer erscheint. Aber während im Vorjahr das monatliche Kontingent für Online-Marketing bei 42,5% der KMUs unter 100 EUR lag, weiten die Befragten jetzt ihre Aktivitäten aus. 12% geben nun monatlich sogar mehr als 500 EUR aus.

Das zeigt: Es findet ein Umdenken statt – mehr als die Hälfte schätzen die höhere Transparenz und Messbarkeit von Online-Marketing und meinen, so ihre Kunden besser und günstiger erreichen zu können. Um den Wirren der digitalen Werbung zu entkommen, wollen rund 40% spezialisierte Dienstleister mit diesen Aktivitäten beauftragen.