Mittelstand in Deutschland
KfW-Wettbewerbsindikator: Unternehmen sichern sich Spitzenposition

Kleinere und mittlere Unternehmen in Deutschland sind bestens gerüstet und der ausländischen Konkurrenz eine Nasenlänge voraus. Das ergab der KfW-Wettbewerbsindikator 2016.

Weltweit sichern sich deutsche Mitteltändler den Spitzenplatz und sehen sich für den Wettbewerb mit ausländischen Unternehmen bestens gerüstet. Mit geringem Abstand folgen Mittelständler aus Frankreich und Großbritannien.


Der Wettbewerbsindikator der KfW basiert auf einer Befragung von mehr als 2.200 Mittelständlern in zehn wichtigen Industrie- und Schwellenländern. Befragt werden sie zu Stärken und Schwächen ihres Unternehmens und ihres Standorts im Vergleich zu den wichtigsten internationalen Konkurrenten. Getragen wird der Erfolg deutscher Unternehmen vor allem durch sehr gute Standortbedingungen hier zu Lande. Unternehmen in anderen Ländern hätten deutlich mehr Probleme durch mangelnde Infrastruktur, politische Instabilität, Korruption oder Finanzierungsschwierigkeiten. Dennoch gäbe es Verbesserungspotenzial: Der Bürokratieabbau müsste vorangetrieben werden. Zudem würden der Fachkräftemangel und der demografische Wandel Sorgen bereiten.

Starke Performance

Die Performance schätzen die Unternehmen dabei besser ein als noch vor zwei Jahren. Punkte holten sie insbesondere unter Qualitätsgesichtspunkten, durch Innovationen und Sicherheit. Auch bei der Wettbewerbsfähigkeit gab es Fortschritte. „Der deutsche Mittelstand steht gut da. Seine hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit trägt erheblich zu Wachstum und Beschäftigung bei“, sagt  Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Doch die Befragung zeige auch, dass man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen dürfe. „Die Konkurrenz aus anderen Ländern steht in den Startlöchern, um Marktanteile zu gewinnen.“