Globaler Maschinenumsatz 2015: Nominal Rekordplus, real Stagnation (© fotolia/Nataliya Hora)
Globaler Maschinenumsatz 2015: Nominal Rekordplus, real Stagnation.

Der weltweite Maschinenumsatz verzeichnet ein Rekordhoch für 2015: 2,57 Bio. Euro wurden insgesamt umgesetzt, nominal ein Anstieg um zehn Prozent.

Weltweit größter Maschinenproduzent ist weiterhin China. Auf dessen Konto geht fast eine Bio. Euro Umsatz. Auf den weitern Plätzen folgen die USA (368 Mrd. Euro), Deutschland (260 Mio. Euro), Japan (234 Mrd. Euro) und Italien (111 Mio. Euro). China setzte fast so viel um wie die USA und Europa zusammen.


Allerdings ist das Umsatzergebnis für 2015 von starken Wechselkursschwankungen belastet. Durch die starke Aufwertung einiger Währungen gegenüber dem Euro wurde der Maschinenbauumsatz einiger Länder künstlich aufgebläht. China kann so sogar ein Plus von 19 Prozent vorweisen, der Anteil des Landes am Weltmarkt beträgt 38 Prozent. 2011 waren es gerade mal elf Prozent. Für Länder wie Brasilien fiel der Rückgang im Maschinenbauumsatz dafür umso heftiger aus, denn ihre Währungen hatten im Vergleich zum Euro abgewertet.

Bleibt man der bereinigten Betrachtungsweise fällt auf, dass es dem globalen Maschinenbau nämlich nicht so gut geht. In den USA und Deutschland stagnierte der Umsatz, in Japan fiel er um ein Prozent. Auch China konnte seinen Maschinenumsatz real nur um zwei Prozent steigern – der schwächste Anstieg seit Ende der neunziger Jahre. Insgesamt stagnierte der weltweite Maschinenumsatz.

Deutschland kann sich nach wie vor auf Platz drei der Maschinenbaunationen behaupten. Allerdings hat sich sein Anteil am Weltmarkt im Laufe der Jahre verringert, was auch am stetig schwächelnden europäischen Markt liegt. Seit 2009 werden die meisten Maschinen und Anlagen in Asien gebaut. Hier kommen 55 Prozent aller weltweit in Betrieb befindlichen Anlagen her. www.vdma.org

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