Nachwuchs in der DACH-Region (© fotolia/Jens Ottoson)
Nachwuchs in der DACH-Region: Keine Lust auf den Betrieb der Eltern.

Eine EY Studie zeichnet ein trauriges Bild über die Nachfolgesituation in der DACH Region– nur jeder hundertste potenzielle Nachfolger will nach dem Hochschulabschluss direkt in den Familienbetrieb eintreten.

Für die meisten Studierenden aus Familienunternehmen in der DACH-Region kommt ein direkter Einstieg in den elterlichen Betrieb nach der Hochschule nicht in Frage. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von EY und dem Center for Familiy Business der Universität St. Gallen. Gerade einmal jeder Hundertste Unternehmerspross aus Deutschland, Österreich und der Schweiz plant den direkten Übergang von der Hochschule in das Familienunternehmen. Auch nach einem Zeitraum von fünf Jahren können sich lediglich um die vier Prozent der Befragten vorstellen, in das Familienunternehmen einzutreten – nach zehn Jahren ist es immerhin jeder Zehnte. Damit reihen sich die potenziellen Nachfolger der DACH-Region im weltweiten Vergleich im hinteren Bereich ein. Insgesamt wurden 34.000 Studenten an 750 Universitäten in 34 Ländern zu ihren Zukunftsplänen befragt.


Allgemein zeigen die Studierenden seit längerem einen verminderten Drang zur Nachfolge. Im Vergleich zu Vorgängerstudien haben sich die Nachfolgeabsichten um etwa 30 Prozent verringert. Besonders in Deutschland ist mit einem Rückgang von 46 Prozent ein starker Trend zu verzeichnen. Vor allem in Ländern mit hoher Wirtschaftsleistung kann geringeres Interesse an der Nachfolge beobachtet werden. Die Studie führt dies unter anderem auf die zahlreichen alternativen Karrieremöglichkeiten, die den Absolventen in diesen Regionen geboten sind zurück. www.ey.com