Fast jeder dritte DAX-Vorstand kommt mittlerweile aus dem Ausland. Das meldet die Strategieberatung Simon-Kucher & Partners. Unter 189 Vorständen befinden sich aktuell 55 Manager ausländischer Herkunft, so viele wie noch nie zuvor. Sie machten ein Viertel der 2013 neu berufenen Vorstände aus. Die meisten von ihnen kommen aus den USA (16), gefolgt von Österreich (7) und Großbritannien (5). Von den Ländern außerhalb Europas kommen die meisten Manager aus Indien; sie stellen aktuell 4 der Vorstandsposten. Noch nicht vertreten sind hingegen Manager aus China. Die wirtschaftliche Verflechtung mit gewissen Ländern ist also noch kein Kriterium bei der Vorstandsbesetzung; dies zeigt sich auch am Beispiel Frankreich, das mit lediglich einem DAX-Vorstand in Deutschland vertreten ist. Interessant ist auch die Verteilung der internationalen Vorstandsgremien auf die DAX-Konzerne: Während etwa Fresenius Medical Care, Linde und SAP teilweise 75% ihrer Vorstände aus dem Ausland rekrutieren, gibt es sieben Konzerne, die ausschließlich mit inländischem Personal geführt werden, u.a. Thyssen Krupp, Beiersdorf oder Lufthansa.

Auch der Frauenanteil in DAX-Vorständen wächst langsam, aber stetig. Er liegt aktuell bei 7,4%. Nachdem 2011/2012 noch über ein Viertel der Neuberufungen auf Frauen fiel, lag deren Anteil 2013 nur noch bei 11%. Auch war bislang noch keine Frau Vorstandsvorsitzende eines DAX-Konzerns. „Mit knapp 30 Prozent Frauenanteil hat der Personalbereich den in der Politik diskutierten Anteil schon fast erreicht. Die Steigerungen der nächsten Jahren müssen daher verstärkt aus den restlichen Ressorts kommen“, so Christoph Lesch, Director bei Simon-Kucher und einer der Autoren der Untersuchung. www.simon-kucher.com