Deutsche Bundesbank stuft Erwartungen für 2013 zurück

In ihrem aktuellen Monatsbericht hat die Deutsche Bundesbank ihre Konjunkturprognose für das Jahr 2013 um 0,1 Prozentpunkte auf 0,3% gesenkt. Für 2014 rechnet sie mittlerweile mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5%. Im Dezember lag die Prognose noch bei 1,9%.

Als Grund führt die Bundesbank einerseits den besonders langen Winter an, der zwar die Konsumausgaben der Privathaushalte ankurbelte, dafür aber z.B. das Geschäft im Bauhauptgewerbe erschwerte. Außerdem belastet die Euro-Krise weiterhin das außenwirtschaftliche Umfeld.

Da die deutsche Wirtschaft zu gut 40% in Länder des Euro-Raums exportiert, wird sie ihre Absatzmärkte vermutlich nur um 1,25% ausdehnen können. 2014 dürfte hier ein Wachstum von 4,5% möglich sein. Die Entwicklung bleibt damit deutlich hinter der des Welthandels zurück, für den ein durchschnittliches Jahreswachstum von 3% 2013 und 6% 2014 angenommen wird.

Auch die Exporterwartungen der Industrie fallen dieses Jahr niedriger aus als sonst. Die Deutsche Bundesbank rechnet damit, dass sie sogar unter dem Wert von 2012 liegen könnten (damals: 3,4%). Doch da sich die Wirtschaft im Euro-Raum im Laufe des Jahres wieder erholen dürfte, hält sie für 2014 eine Zunahme der Exporte um 4,5% für möglich. www.deutschebundesbank.de