Mit harter Hand: Donald Trump will vor allem die Interessen der US-Wirtschaft schützen.
Mit harter Hand: Donald Trump will vor allem die Interessen der US-Wirtschaft schützen.

Der deutsche Mittelstand ist besorgt über die Folgen der Präsidentschaftswahlen in den USA. Das zeigt eine Blitzumfrage unter rund 600 Fach- und Führungskräften, die die Düsseldorfer Unternehmensberatung Kloepfel Consulting zusammen mit ihrem Kooperationspartner „Wer liefert was?“ durchgeführt hat.

So geben drei von vier Befragten geben an, dass sie die Vorstellung eines Präsidenten Trump beunruhigt, fast jeder Dritte zeigt sich sogar sehr beunruhigt. Etwa jeder Fünfte nimmt das Ergebnis neutral zur Kenntnis. Sechs Prozent der Umfrageteilnehmer stimmt Donald Trumps Sieg dagegen optimistisch.


Wie gravierend sich die weltwirtschaftliche Position Europas durch Trumps Wahlsieg verändert, bleibt abzuwarten. Mehr als die Hälfte der Angestellten und Manager sind indes schon jetzt überzeugt, dass sich das wirtschaftliche Verhältnis der EU zur USA in Folge des Präsidentenwechsels verschlechtern wird. Ein Viertel sieht der Situation gelassen entgegen, knapp jeder Fünfte rechnet nun mit einem Aufschwung. Über 60 Prozent der Befragten glauben aber, dass die USA-Wirtschaft mehr darunter leiden wird als die europäische und prognostizieren dementsprechend einen sinkenden Dollar-Kurs gegenüber dem Euro. Betrachtet man die transatlantischen Beziehungen als Ganzes, rechnen sogar drei Viertel der Befragten mit mehr Spannungen.

Eigenes Unternehmen wird nicht negativ beeinflusst

Auf das eigene Unternehmen runtergebrochen sieht die Stimmung optimistischer aus. Zwei von drei  Unternehmen sehen ihre Geschäftsgrundlage als gesichert an und erwarten keine signifikante Veränderung. Sieben Prozent erwarten sogar eine Verbesserung der eigenen wirtschaftlichen Situation. Andererseits geht jede vierte Fach- und Führungskraft davon aus, dass die Geschäfte nun schlechter laufen werden.

Ein Grund dafür ist sicherlich die Meinung von Trump zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP. Trump machte während des Wahlkampfes mehrfach klar, dass er kein Freund von TTIP sei. Folgerichtig sehen drei Viertel der befragten Mittelständler im Wahlsieg Trumps das Ende jeglicher TTIP-Verhandlungen.

Insgesamt macht sich der deutsche Mittelstand also weniger Sorgen um das eigene Unternehmen als um die Entwicklung der gesamten EU und ihre wirtschaftlichen Beziehungen zur USA.