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Auch wenn die Auswirkungen der weltweiten Coronapandemie weiter zu spüren sind, mehren sich die Zeichen einer Erholung der deutschen Wirtschaft. Zwar wird das Vor-Krisen-Niveau weiter unterschritten, aber die mittelfristigen Indikatoren signalisieren eine unerwartet schnelle Erholung. Nach dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hat die Industrieproduktion im Juni erneut zugenommen. Gegenüber dem Mai betrug der Zuwachs elf Prozent. Vor allem die Produktion von Investitionsgütern konnte kräftig zulegen. Die Experten des Ministeriums rechnen mit einer weiteren Erholung. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die Auftragseingänge weiter zugenommen haben. Positive Kennzahlen gibt es zudem beim Export, der gegenüber dem Vormonat um 15 Prozent zulegen konnte.

Ifo-Index steigt im vierten Monat

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August auf 92,6 Punkte gestiegen, nach 90,4 Punkten im Juli. Damit verbessert sich der Index zum vierten Mal in Folge. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage im Vergleich zum Vormonat merklich besser. Auch die Erwartungen fielen optimistischer aus. „Die deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die aktuellen Zahlen. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima erheblich verbessert. Die Einschätzungen der Unternehmen zur aktuellen Lage machten einen Sprung nach oben. Trotzdem beurteilen noch viele Industriefirmen ihre wirtschaftliche Lage als schlecht. Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel erneut optimistischer aus, denn die Auftragsbücher füllen sich wieder. Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindex stark gestiegen. Die Dienstleister waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate verbesserte sich weiter.