
Die BayBG hat im Geschäftsjahr 2024/25 ein Neugeschäft von 37,8 Mio. EUR erzielt und damit trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis erreicht. „Die weiterhin schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Bayern sowie die ausgeprägte Investitionszurückhaltung insbesondere mittelständischer Unternehmen haben das Neugeschäft spürbar gedämpft. Vor diesem Hintergrund haben wir ein solides Ergebnis erzielt, auch wenn wir uns alle eine dynamischere Entwicklung gewünscht hätten“, erklärte BayBG-Geschäftsführer Peter Pauli.
Rückläufige Kennzahlen bei stabilem Beteiligungsbestand

Nach Angaben der Gesellschaft war das Geschäftsjahr maßgeblich von geopolitischen Risiken sowie einer schwachen konjunkturellen Entwicklung geprägt. Das Neugeschäft lag mit 37,8 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 44,8 Mio. EUR. Gleichzeitig reduzierte sich der Beteiligungsbestand zum Stichtag 30. September 2025 auf 364,5 Mio. EUR nach 382,4 Mio. EUR im Vorjahr.
Auch das Bilanzvolumen ging auf 438,1 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 453,5 Mio. EUR), während das Eigenkapital mit 279,0 Mio. EUR nahezu konstant blieb. Deutlich rückläufig entwickelte sich hingegen der Jahresüberschuss, der mit 0,3 Mio. EUR erheblich unter dem Vorjahreswert von 9,4 Mio. EUR lag.
Belastung durch Ausfälle und schwieriges Finanzierungsumfeld
Das Ergebnis wurde insbesondere durch gestiegene Ausfälle belastet. Diese summierten sich im Geschäftsjahr auf 26,6 Mio. EUR und standen im Zusammenhang mit einer zunehmenden Zahl an Unternehmensinsolvenzen sowie einem restriktiven Finanzierungsumfeld.
Die BayBG verweist darauf, dass sich selbst Unternehmen mit tragfähigen Geschäftsmodellen in der aktuellen Situation schwer täten, notwendige Transformationen umzusetzen. Das Risikoergebnis habe den Jahresüberschuss daher nahezu vollständig aufgezehrt.
Investitionstätigkeit auf niedrigem Niveau

Die Investitionstätigkeit blieb im langjährigen Vergleich eher verhalten. Insbesondere im Segment Mittelstand/Wachstum zeigte sich eine deutliche Zurückhaltung: Hier sanken die Investitionen auf 12,8 Mio. Euro nach 22 Mio. EUR im Vorjahr.
Stabiler entwickelte sich hingegen das Geschäft in den Bereichen Unternehmensnachfolge (9,0 Mio. EUR) und Venture Capital (7,4 Mio. EUR). Im Turnaround-Segment wurden 6,5 Mio. EUR investiert, während auf kleine und junge Unternehmen sowie Existenzgründer 2,1 Mio. EUR entfielen.
Verschiebung der Beteiligungsanlässe
Inhaltlich hat sich der Fokus der Beteiligungen verschoben. Während Wachstumsfinanzierungen an Bedeutung verloren, gewannen Nachfolgelösungen und Investments in Sondersituationen an Gewicht. Auch im Venture-Capital-Segment blieb die Nachfrage laut BayBG stabil, trotz eines insgesamt rückläufigen Marktumfelds.
Die Gesellschaft führt dies auf die anhaltende Unsicherheit sowie strukturelle Herausforderungen im Mittelstand zurück, die Investitionsentscheidungen verzögern.
Vorsichtiger Ausblick bei stabiler Kapitalbasis
Für die kommenden Monate bleibt der Ausblick verhalten. Die BayBG geht davon aus, dass die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland weiterhin begrenzt bleibt. Gleichzeitig wird Eigenkapital als Finanzierungsinstrument aus Sicht der Gesellschaft an Bedeutung gewinnen.
Vor diesem Hintergrund sieht sich die BayBG mit ihrem Geschäftsmodell weiterhin gut positioniert, um Unternehmen auch in einem schwierigen Umfeld zu begleiten und stabilisierend zu wirken.






