Mittelständische Unternehmer setzen bei ihrer Geldanalge vermehrt auf sichere und langfristige Assets. Das geht aus der 9. Studie zum Finanzanlageverhalten und -bedürfnis mittelständischer Unternehmen hervor, welche die Fachhochschule des Mittelstands zusammen mit der Commerzbank heute veröffentlicht.

Bei etwas mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen besteht ein Bedarf, die liquiden Mittel in Assets anzulegen. Dies entspricht im Wesentlichen dem Durchschnitt der vorherigen Studien. Die Höhe des Anlagebedarfs nimmt jedoch seit dem Spitzenwert – 2015 waren es noch 5,9 Mio. Euro – kontinuierlich ab. Das durchschnittliche Anlagevolumen beträgt im Jahr 2018 rund 2,5 Mio. Euro und damit weniger als die Hälfte als noch vor drei Jahren. Allein gegenüber gegenüber 2017 hat sich dieser Wert nochmal um 1,1 Mio. Euro verringert.


Finanzanlageverhalten: sicher und langfristig

Beim Anlageverhalten zeigt sich, dass für Mittelständler vor allem eine hohe Sicherheit – begründet durch eine gute Bonität des Emittenten – Priorität hat. Folgerichtet hat die erwartete Mindestverzinsung für eine Anlage im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent abgenommen.

Anlagen mit langfristigen Laufzeigen über 12 Monate gewinnen eine zunehmend höhere Bedeutung gegenüber kurzfristigen Anlagen mit Laufzeiten unter sechs Monaten. Während die Mittelständler infolge der Finanzkrise bestrebt waren, ihre Liquidität möglichst kurzfristig anzulegen, setzt sich seit längerem der Trend fort, kurzfristige in länger laufende Anlagen umzuschichten. Über ein Drittel der Befragten legt seine Gelder inzwischen mittel- bis langfristig an.