Der deutsche Markt für Fusionen und Übernahmen ist in Bewegung. Finanzinvestoren und Strategen aus dem In- und Ausland sind nicht nur an Großunternehmen, sondern vor allem an mittelständischen Firmen interessiert. Woher die Käufer kommen – und was Mittelständler zum Verkauf treibt.


Norbert Schulte„Der M&A-Markt in der Schweiz ist sehr aktiv, die Unternehmen haben gut gefüllte Kassen.“

Norbert Schulte, Managing Partner, McDermott Will & Emery Rechtsanwälte Steuerberater LLP

 


Genau aus diesem Grund geht die Schweizer Siegfried AG, ein international tätiger Pharmakonzern mit Sitz in Zofingen, seit 2014 in Deutschland auf Einkaufstour. Im November dieses Jahres übernahm sie das Familienunternehmen Hameln Pharma, das auf die Herstellung steriler flüssiger Präparate für die pharmazeutische Industrie spezialisiert ist und 2014 rund 500 Mitarbeiter zählte. 2015 erwarb die Siegfried AG eine Produktionsstätte der BASF im niedersächsischen Minden.

„Der M&A-Markt in der Schweiz ist sehr aktiv, die Unternehmen haben gut gefüllte Kassen und zahlen für Übernahmen hohe Preise“, sagt Norbert Schulte. Damit reihen sie sich ein in die große Gruppe der Investoren, die derzeit Interesse an deutschen Mittelständlern anmelden. Was auch immer die Gründe sind: Für Firmenlenker, die verkaufen möchten oder müssen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Und die Suche nach dem passenden Käufer wird sich vermutlich nicht über mehrere Jahre hinziehen – wie bei der Willy Sutter GmbH.

Auf der nächsten Seite erklären finden Sie eine Übersicht zu den Verkaufsgründen sowie den Kaufinteressenten für den Mittelstand.