Investors Club – Unternehmer finanzieren Nachfolgen

Chance Club Deals: Vermögende Unternehmer investieren in Direktbeteiligungen.
Chance Club Deals: Vermögende Unternehmer investieren in Direktbeteiligungen.

Die Motus Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG wurde von mittelständischen Unternehmerfamilien gegründet und finanziert Unternehmensnachfolgen im Mittelstand. Dafür bringt man Unternehmensinhaber mit MBI-Kandidaten aus dem eigenen Netzwerk zusammen. Details zu Club Deals und dem neuen „Investors Club“ erläutert Motus-Geschäftsführer Ralf Baumeister.

Unternehmeredition: Was sind die Vorteile bei Club Deals?

Ralf Baumeister/Motus Mittelstandskapital Baumeister: Vermögende Unternehmer investieren gemeinsam in unternehmerische Direktbeteiligungen, ohne sich auf einen bestimmten PrivateEquity-Fonds festlegen und fixe Managementgebühren tragen zu müssen. Club Deals sind transparent strukturiert. Investoren können persönlich Einfluss nehmen, selektiv Investitionsentscheidungen Deal-by-Deal vornehmen und treffen auf die einheitliche Erwartung eines homogenen Investorenkreises aus ausschließlich vermögenden Unternehmern.


Und was sind die Nachteile?

Nachteilig kann für einen Investor der geringere, aber selektive Deal Flow und die geringere Portfoliodiversifikation sein. Auch wird der Routineaufwand bei Club Deals meist unterschätzt, Kompetenzen und Erfahrungen des Private-Equity-Geschäfts sind nicht im erforderlichen Maße vorhanden. Nicht selten gehen bereits in der Due-Diligence-Phase die Meinungen der Investoren auseinander, welcher Aufwand betrieben werden sollte und wer die Kosten zu tragen hat, und auch später bei strategischen Entscheidungen oder beim Unternehmensverkauf – insbesondere wenn es bei einzelnen Investoren zum Erbfall kommt. Hinzu kommen im Verlauf einer langjährigen, meist nicht ausschließlich positiven Unternehmensentwicklung oft Abhängigkeiten von einzelnen Investoren. Andererseits kann der „Lead-Investor“ eines Club Deals nicht voll ausschließen, im Schadensfall von den anderen Investoren in die Haftung genommen zu werden. Schließlich benötigt unter bestimmten Umständen auch ein Club Deal eine BaFin-Registrierung nach KAGB. Motus ist übrigens bei der BaFin als externe KVG registriert, um qualifizierte Investmentmanager und handverlesene MBI-Kandidaten mit vermögenden Unternehmern zusammenzuführen.

Sie bieten vorgeprüfte Investmentopportunitäten nahezu „ready-to-invest“. Was bedeutet das?

Unsere Investmentmöglichkeiten werden von selbstständigen Investmentmanagern ausgewählt, die einen Track Record in der Branche bzw. zu dem jeweiligen Finanzierungsanlass besitzen. Damit bieten wir vermögenden Unternehmern die Vorteile eines Fonds, wie z.B. hohen Deal Flow aus unterschiedlichen Quellen, eine belastbare Deal-Strukturierung und -Standardisierung von Abläufen, Verträgen, Due Diligence, Bankenfinanzierung bei gleichzeitiger Nutzung aller Vorteile und Freiheiten eines typischen Club Deals.

Geben Sie mir bitte ein Beispiel, wie Sie einen Deal organisiert haben.

Wir haben nach fünf Jahren soeben eine unserer ersten Beteiligungen erfolgreich beendet. Hierbei hat die Motus UBG eine jährliche Verzinsung von 12 Prozent erzielt. Hinzu kam ein endfälliger Equity Kicker für die Investoren in Höhe von 40 Prozent unseres Ursprungsinvestments, womit wir die den Investoren zu Beginn in Aussicht gestellte Gesamtrendite sogar leicht übertreffen konnten.

Sie bieten eine Zielrendite für Investoren von mindestens 12 Prozent und bis 25 Prozent p.a. Wie wahrscheinlich ist es, dass diese Vorgaben erreicht werden?

Durch die große Auswahl an qualifizierten Deals und die professionelle Begleitung durch erfahrene Unternehmer und Private Equity Professionals ist die Wahrscheinlichkeit, Renditen von bis zu 20 Prozent zu erzielen, deutlich erhöht. Die von uns zur Beteiligung ausgewählten gut geführten mittelständischen Unternehmen erzielen für ihre veräußerungswilligen Inhaber häufig selbst deutlich zweistellige Umsatzrenditen und teils Eigenkapitalrenditen von bis zu 30 Prozent.

www.stabwechsel.de

Autorenprofil

Georg von Stein ist Gastautor.

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