Der deutsche Softwareanbieter zetVisions GmbH ist von der kanadischen Volaris Group übernommen worden. Verkäufer ist der bisherige Gesellschafter des auf Beteiligungs- und Stammdatenmanagement spezialisierten Unternehmens mit Sitz in Heidelberg. Über den Kaufpreis und weitere Transaktionsdetails haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Nach Angaben der Beteiligten soll das Unternehmen auch nach dem Eigentümerwechsel operativ eigenständig weitergeführt werden.
Die zetVisions GmbH entwickelt seit mehr als 20 Jahren Softwarelösungen für das Beteiligungs- und Stammdatenmanagement. Das Unternehmen mit Sitz in Heidelberg bietet nach eigenen Angaben spezialisierte Anwendungen für das internationale Legal Entity Management sowie für die zentrale Verwaltung von Unternehmensstammdaten. Zu den Kunden zählen demnach große börsennotierte Konzerne ebenso wie mittelständische Unternehmen und öffentliche Institutionen. Insgesamt verweist zetVisions auf mehr als 400 erfolgreich umgesetzte Projekte in unterschiedlichen Branchen.
Stärkung der Marktposition im deutschsprachigen Raum
Die Volaris Group, eine Tochtergesellschaft der kanadischen Constellation Software Inc., verfolgt nach eigenen Angaben ein langfristig ausgerichtetes Beteiligungsmodell für spezialisierte Softwareunternehmen. Dabei liegt der Fokus darauf, erworbene Unternehmen dezentral zu führen und deren operative Strukturen weitgehend unverändert zu lassen. Die Übernahme von zetVisions wird als Teil dieser Strategie eingeordnet und soll insbesondere die Marktposition im deutschsprachigen Raum sowie im Segment für Unternehmenssoftware im Bereich Daten- und Beteiligungsmanagement stärken. Zudem wird erwartet, dass das bestehende Produktportfolio innerhalb der Gruppe weiterentwickelt wird.
Zunehmende Konsolidierung im Markt für Unternehmenssoftware
Branchenbeobachter verweisen auf eine zunehmende Konsolidierung im Markt für Unternehmenssoftware. Große internationale Softwaregruppen investieren verstärkt in spezialisierte Anbieter, die über etablierte Kundenbeziehungen und skalierbare Nischenlösungen verfügen. Als Treiber gelten insbesondere steigende Anforderungen an Datenqualität, regulatorische Vorgaben im Unternehmensumfeld sowie der wachsende Bedarf an integrierten Systemen für komplexe Organisationsstrukturen.
Nach Angaben der Beteiligten soll zetVisions als eigenständig operierendes Unternehmen innerhalb der Volaris Group fortgeführt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Weiterentwicklung der bestehenden Softwarelösungen sowie die langfristige Betreuung der Bestandskunden. Auch die Kontinuität in der Organisation und im operativen Geschäft wird von den neuen Eigentümern betont.
Die Verkäuferseite wurde im Rahmen des Transaktionsprozesses von einem Team der Kanzlei GÖRG beraten. Die rechtliche Begleitung erfolgte unter Federführung des Partners Dr. Markus Söhnchen und umfasste insbesondere die Strukturierung und Durchführung des Verkaufsprozesses.
Als Chefredakteurin der Unternehmeredition berichtet Eva Rathgeber regelmäßig über Unternehmen und das Wirtschaftsgeschehen.







