RTS Wind AG: Eine der vielen Beteiligungen der Topp Holdings GmbH (© Topp Holdings GmbH)
RTS Wind AG: Eine der vielen Beteiligungen der Topp Holdings GmbH.

Mit einer Buy-and-Hold-Strategie wächst die Topp Holding kontinuierlich. Zuletzt kaufte die auf familiengeführte und auf den Dienstleistungssektor fokussierte Gesellschaft vor allem angeschlagene Unternehmen. Was es dabei zu beachten gilt, wie Unternehmen in die Gruppe integriert werden und warum das Image von Zeitarbeitsfirmen nicht das beste ist, erklärt Geschäftsführer Christopher Topp. 

Unternehmeredition: Herr Topp, in den vergangenen 18 Monaten haben Sie sieben Unternehmen übernommen. Vier aus einer Insolvenzsituation heraus. Warum sind angeschlagene Unternehmen für Ihre Unternehmensgruppe besonders interessant?


Kümmert sich um die Weiterentwicklung der Beteiligungsunternehmen: Christopher Topp (© Topp Holdings GmbH)
Kümmert sich um die Weiterentwicklung der Beteiligungsunternehmen: Christopher Topp, (© Topp Holdings GmbH)

Topp: Vor allem, weil wir Erfahrung in der Restrukturierung von Unternehmen haben. Kontinuierlich arbeiten wir an unseren 18 Tochtergesellschaften, damit diese auf Erfolgskurs sind. Für uns ist es relativ normal, dass einige Schwächeperioden haben. Deswegen wissen wir genau, wie wir mit angeschlagenen Unternehmen umgehen müssen. Kleinere Unternehmen haben selten große Unternehmensberatungen an Bord, die ihnen zeigen, wie die richtige Strategie aussehen sollte. Das übernehmen wir.

Wie agieren Sie?

Wir analysieren den Markt und identifizieren Unternehmen, mit denen wir gute Eigenkapitalrenditen erzielen können. Wir schauen auf die Kernaktivitäten, die von vielen Unternehmern vernachlässigt werden. Diese messen wir mit Kennzahlen. Dabei halten wir uns an sogenannte Key Performance Indicators. Läuft das operative Geschäft perfekt, kommen auch gute Zahlen heraus.

Wie wichtig ist im Vorfeld die Arbeit eines Insolvenzverwalters?

Sehr wichtig. Bevor das Insolvenzausfallgeld bezahlt wird, muss durch einen Massekredit sichergestellt werden, dass Löhne und Gehälter bezahlt werden. Im Fall der KPS AG, einem Dienstleister für elektrische Prüfungen, wurde ein starker vorläufiger Insolvenzverwalter vom Gericht bestellt, der einige sehr wichtige Sanierungsmaßnahmen durchgeführt hat. Das Unternehmen hatte einen extrem großen Wasserkopf und war ineffizient strukturiert. Den großen Personalabbau hat der Verwalter im Vorfeld getätigt. Dieser war unumgänglich. Nur so konnte die Firma fortgeführt werden.