Unternehmer sein bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur für sich selbst, die eigene Firma oder die eigenen Mitarbeiter – sondern auch für die Gesellschaft. „Erfolg hat Folgen“, so beschreibt das Prof. Götz W. Werner, Gründer und Aufsichtsrat der dm-drogerie markt GmbH + Co. KG. Für den erfolgreichen Unternehmer – dm beschäftigt inzwischen mehr als 29.000 Mitarbeiter in Deutschland und erzielte 2011 einen Umsatz von über 6 Mrd. EUR – ist die Führung eines Unternehmens eine „sozialkünstlerische Aufgabe“. Wie sich im diesem Zusammenhang Unternehmensnachfolge und gesellschaftliches Engagement organisieren lassen, erzählte Götz Werner am 15. November im Mannheimer Technoseum. Unter dem Motto „Vom Unternehmer zum Stifter – Motive. Einblicke. Perspektiven.“ kamen mehr als 50 eingeladene Firmengründer und –besitzer zusammen, um sich Impulse für die eigene Nachfolge und zu holen und sich mit anderen Unternehmern auszutauschen. Im August 2010 entschied sich Götz Werner seine Unternehmensanteile in eine gemeinnützige Stiftung einzubringen. Seine Kinder, so der Unternehmer, müssten sich jetzt selbst beweisen. „Der Stiftungsgedanke schaffe Bewusstsein dafür, dass Unternehmen geistig-kreative, wirtschaftlich-soziale Gebilde sind und Freiraum für weit in die Zukunft zielende Investitionsentscheidungen brauchen“, fasst der Firmengründer seine Beweggründe zusammen. Als Unternehmer möchte er bei solchen Entscheidungen nicht von Quartalsberichten für die Börse oder von Finanzanalysten abhängig sein. Im Anschluss an eine exklusive Erlebnisführung nach Museumsschließung und den Vortrag des dm-Gründers, diskutierten Götz Werner, Steffen Heilmann (dhmp GmbH & Co. KG), Jürgen Hermann (Hoerner Bank AG) und Dr. Martin Feick (SZA Schilling, Zutt & Anschütz) über die wichtigsten Aspekte rund um das Thema „Stiftungsgründung“. Dabei standen Fragen wie „Welche Stiftungen gibt es?“, „Was sind die ersten Schritte bei einer Stiftungsgründung“ und „Wieviel Kapital sollte man dafür mindestens einplanen?“ im Vordergrund. Schließlich nutzten die Teilnehmer die „Arbeiterkneipe“ des Technoseums zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch und Netzwerken.

„Vom Unternehmer zum Stifter – Motive. Einblicke. Perspektiven.“ war eine Veranstaltung der markeneigenen Eventreihe der Unternehmeredition. Mit dieser soll seit Beginn des Jahres ein Forum geschaffen werden, bei dem der Unternehmer selbst mit seinen Erfahrungen und Geschichten sowie der persönliche Austausch der Gäste im Vordergrund stehen. Erklärtes Ziel der Unternehmeredition ist es, als Entscheider-Medium zum wesentlichen Lösungsanbieter und zur Dialogplattform für (Familien)Unternehmen in Deutschland zu werden.

Erlebnisführung durch das
Technoseum

Elementa 2: Experimente aus Elektrotechnik, Aero- und Thermodynamik um 1900

Prof. Götz W. Werner

Podiumsdiskussion mit Prof. Götz W. Werner,
Jürgen Hermann, Dr. Martin Feick und
Steffen Heilmann: Können Stiftungen als
Schutzräume für Unternehmer dienen?