Marke – Hoch hinaus

Nachbericht zum 17. Internationalen Marken-Kolloquium

Im September begleitete die Unternehmeredition das 17. Internationale Marken-Kolloquium im Chiemgau. Mit rund 80 Teilnehmern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien drehte sich am 10. und 11. September alles um Wachstumspotenziale. Hierfür ermöglicht die Mandat Managementberatung mit einem vertrauten festen Netzwerk, welches ständig durch Neuzugänge ergänzt wird, alle Jahre wieder einen vertrauten offenen Austausch im Kloster Seeon.

Zum inzwischen neunten Mal wurde bei einem Gala-Dinner in der alten Zollstation der Award des Internationalen Marken-Kolloquiums verliehen. Dr. Alfred Hudler, der die Marken Ottakringer und Vöslauer aus einer defensiven Ausgangslage heraus zu absoluten Marktführern entwickelt hat, konnte in diesem Jahr die Jury von sich und seinen Marken überzeugen. Hudler ist es gelungen seine Marke klar zu positionieren, einen intensiven Innovationskurs einzuleiten und eine eigenständige, konsequente Kommunikationslinie beizubehalten. Somit geht in diesem Jahr der Award bereits zum zweiten Mal nach Österreich. Mehr dazu können Sie in der offiziellen Pressemeldung lesen.

Nachdem die Gäste am Donnerstagmorgen gespannt den Countdown abgewartet hatten, wurde die Veranstaltung passend zum diesjährigen Motto mit Tim Bendzkos Hit „Hoch“ eröffnet: „Auch wenn wir schon weit gekommen sind, wir gehen immer weiter – hoch hinaus“. Denn genau darum sollte es in den bevorstehenden zwei Tagen gehen. Ausgewählte Referenten zeigten Wege auf, wie Unternehmen mit einem klaren Markenkern und entschiedenem Vorgehen „hoch hinaus“ wachsen können.

Prof. Dr. Guido Quelle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mandat Managementberatung

Doch zunächst begrüßte Prof. Dr. Guido Quelle alle ganz herzlich und führte als Gastgeber und Wachstumsexperte in den Leitsatz der Veranstaltung ein. Welche Themen beschäftigen Unternehmer? Was sind die Prioritäten? Unter welchen Annahmen treffen wir Entscheidungen? Diesen Fragen ging Quelle nach, indem er erklärte, dass Wachstum Mut bedeute und dass es darum gehen müsse, dieses Wachstum zu beschleunigen. Leider fehle vielen Unternehmern die Fantasie oder man scheue sich vor dieser großen Herausforderung, die doch eigentlich gar nicht so riesig sei. Die meisten hätten momentan ein Arrangement mit dem Krisenmodus, mit dem nun wieder Schluss sein müsse: „Irgendwann ist die Krise Routine, wir brauchen keine Dauerreparatur, denn ein guter Motor muss auch gefahren werden.“ Es geht um Neustarten und Wiederstarten und es ist dringend notwendig, sich früh genug und ständig mit Strategie zu beschäftigen. Denn „hoch hinaus“ bedeutet – und das haben die Gespräche beim diesjährigen Kolloquium gezeigt – den entscheidenden Schritt weiter zu gehen, eine klare Vision zu verfolgen und sein Unternehmen aktiv zu gestalten. Bevor es in die Vorträge ging, sollten die Teilnehmer ihre Top 3 der unternehmerischen Themen notieren, die sie momentan beschäftigen. Quelle betonte wie wichtig es sei, dass auch die Mitarbeiter des Unternehmens diese kennen und entsprechend handeln.

Dass Wachstum von innen kommt, konnte Andreas Friesch in seinem Vortrag „Vom Kleinunternehmer zum Global Player?“ mit einem Imagefilm vermitteln, der ausschließlich mit Mitarbeitern gedreht wurde. Vor 35 Jahren, als Fünf-Mann-Team gestartet, ist die LR Global Holding inzwischen seit über 15 Jahren Experte für Aloe Vera. Die Frage danach, welche Bausteine die richtigen seien für eine erfolgreiche Zukunft, beantwortete Friesch so: „Leben Sie Marke leidenschaftlich. Dies umzusetzen kann vielerlei Gestalt annehmen. […] Investieren Sie in Menschen und in das ‚Mehr‘!“

Das Unternehmeredition Netzwerk wächst mit seinen Partnern stetig und entwickelt sich zum Enabler für Familienunternehmer.

Anschließend gab Max Renggli, der 1991 die Schweizer Renggli AG übernommen hat, einen Einblick wie er den Holzbau revolutioniert und das Unternehmen konsequent digitalisiert hat. In seinem Vortrag „Innovationen, die echten Mehrwert schaffen“ betonte er, wie wichtig es sei, dass die Baubranche zukünftig nachhaltig wirtschafte. Darüber hinaus appellierte er an die Anwesenden, die Kraft der Netzwerke zu nutzen.

Was tun, wenn digitale Produkte nicht in Sicht sind?
Dr. Andreas Hettich, Vorsitzender des Beirats der Hettich Holding, wies darauf hin, dass Unternehmer an sich alles digitalisieren können, dies aber auch sinnvoll gestalten sollten. Er veranschaulichte wie das Beschreiten von kreativen Lösungswegen stetige Innovationen ermöglicht. Doch Digitalisierung ist nach seiner Auffassung nicht das einzige, im Zentrum steht die Marke. Und Marke ist nicht nur ein Logo oder ein Flyer, sondern vielmehr Handeln. Linda Vollberg (geschäftsführende Gesellschafterin bei Mandat), die die Teilnehmer durch das Programm führte, rundete Hettichs Vortrag ab, indem sie beschrieb dass eine Marke der Kompass für das Handeln des Unternehmens sei.

Wie sich „der süßeste Job der Welt“ verändert, erzählte Perry Soldan, geschäftsführender Gesellschafter der Soldan Holding + Bonbonspezialitäten, mit der Geschichte von Em-eukal seit 1923: Gestartet als Arzneimittel, heute in verschiedensten Ausführungen für Groß und Klein erhältlich. Indem sie starken Teamgeist beweist und ständig über sich hinauswächst, gelingt es der Traditionsmarke bis heute erfolgreich zu sein. Soldans Appell an alle: „Keep the fire burning“.

„Digitally Native – vom Vertrieb bis zur Arbeitsweise“. Anna Yona hat mit ihren Mitarbeitern eine Remote-Kultur etabliert, die mit Effektivität und Modernität strahlt. Auch die Unternehmeredition hat schon über das Wachstum der von ihr gegründete Wildling Shoes GmbH berichtet.

Beim „Wachstumscafé“ am Kloster-see konnten die Unternehmer ihre Erfahrungen in vertrauter Atmo-sphäre teilen.

Mit einer branchenübergreifenden Start-Up-Session wurden die fünf hochkarätigen Fachvorträge auf dem Marken-Kolloquium ergänzt. Andreas Weinzierl präsentierte das „SUSHI Bike“ und verriet unter anderem wie lange die Namensfindung des E-Bikes auf sich warten ließ. Eva JarošováKorte stellte ihre App „blepi“ für Hundebesitzer vor, welche ein Matchmaking für Gassigehen, Arztbesuche etc. ermöglichen soll. Lutz Haufe schließlich ließ die Teilnehmer in den kulinarischen Genuss seiner zuckerreduzierten Bio-Eiscreme „KISSYO“ kommen.

Ein Zitat, das uns von den intensiven Veranstaltungstagen ganz besonders in Erinnerung geblieben ist: „Leidenschaft ist die einzige Möglichkeit, die Normalität zu verlassen.“ Denn Leidenschaft und Mut zum Wachstum war bei allen Teilnehmern in den Klostermauern geballt zu spüren.

Save-the-date:

Das 18. Internationale Marken-Kolloquium findet am 9. und 10. September 2021 im Kloster Seeon im Chiemgau statt. Anmeldungen sind hier bereits möglich!