„Digitale Prozesse im Krankenhaus − so einfach wie am Flughafen“

Am 10. Juni präsentierte sich der Krankenhausdigitalisierer Opasca im creditshelf Finanz-Talk Digital „Zwischen öffentlichen Mitteln, stiller Beteiligung & Kreditplattform: Optimaler Finanzierungsmix als Erfolgsfaktor“. Foto: creditshelf

Seit Oktober 2020 gilt das Krankenhauszukunftsgesetz, das mit über 4 Mrd. EUR vor allem die Digitalisierung und eine moderne technische Ausstattung der Krankenhäuser fördern soll. Von dem damit ausgelösten Modernisierungsdruck profitieren derzeit Spezialisten für Krankenhausdigitalisierung wie die Mannheimer Opasca GmbH und ihre Finanzierer. Am 10. Juni präsentierte sich Opasca im creditshelf Finanz-Talk Digital „Zwischen öffentlichen Mitteln, stiller Beteiligung & Kreditplattform: Optimaler Finanzierungsmix als Erfolgsfaktor“.

„Wir können alles digital abbilden, von der privaten Couch bis zum Behandlungsraum. Die Prozesse werden damit so einfach wie am Flughafen“, sagte Dr. Alexej Swerdlow, CEO und einer der drei Gründer von Opasca während des Talks. Das Unternehmen optimiert und digitalisiert Prozesse sowie Workflows in großen und kleinen klinischen Einrichtungen. Das modulare Lösungsportfolio aus Soft- und Hardware kann individuell angepasst werden: von der Spezialanwendung in der Strahlentherapie bis zum ganzheitlichen Workflow- und Patientenmanagement im gesamten Krankenhaus oder auch einer Arztpraxis. Alle relevanten Echtzeitdaten werden dabei erfasst und integriert – für mehr Effizienz, Sicherheit und Zufriedenheit bei Personal und Patienten. 2011 als Start-up gegründet, beschäftigt Opasca mittlerweile 60 Mitarbeitende und hat sich zum Technologievorreiter und Marktführer in Deutschland entwickelt.

Hoher Finanzierungsbedarf im Gesundheitssektor

Seit zwei Jahren wird das Geschäft zudem internationalisiert. „Wir verfügen über Digitalisierungsexpertise aus mehr als 140 Projekten und sind in den letzten Jahren regelmäßig um 40% pro Jahr gewachsen, jetzt wollen wir unseren Radius auch international ausweiten“, so Dr. Swerdlow. Dieser sieht drei Gruppen von Herausforderungen, die zu Einsparungen bei den Krankenhäusern und Arztpraxen führen können: Nicht vernetzte Insellösungen, einen starken Wettbewerb und den damit verbundenen Kampf um höhere Produktivität und Effizienz sowie steigende Patientenzahlen.

„Der Finanzierungsbedarf in diesem Bereich ist groß. Wachstum kostet immer Geld“, sagte Richard Heller, Regionalleiter Firmenkunden beim digitalen Mittelstandsfinanzierer creditshelf. Als Opasca 2019 eine größere Finanzierung benötigte, kam der erste Kontakt mit dem Frankfurter Fintech zustande. „Opasca hat eine strukturierte Buchhaltung und gibt regelmäßig Reportings an Gesellschafter heraus. Somit standen die erforderlichen Kennzahlen direkt bereit und wir konnten schon nach wenigen Wochen eine Lösung anbieten“, sagte Carolin Offergeld, Firmenkundenbetreuerin bei creditshelf.

Mit Andauern der Pandemie entschloss sich Opasca im vergangenen Jahr dazu, eine Sicherheits- und Stützfinanzierung aufzulegen – falls sich die Geschäfte im weiteren Verlauf negativ entwickeln sollten. Dabei kam creditshelf erneut mit an Bord und übernahm rund ein Viertel der Summe. Die bisher von creditshelf arrangierten Darlehen liegen im mittleren sechsstelligen Bereich mit Laufzeiten zwischen drei und vier Jahren.

Opasca selbst ist in Sachen Finanzierung breit aufgestellt: „Zu den Annuitätendarlehen von creditshelf und stillen Beteiligungen für das Wachstum kommen klassische Bankkredite sowie Innovationsdarlehen und eine öffentliche Förderung. Uns geht es darum, für jeden Zweck die passende Finanzierungsart zu haben“, sagte Dr. Swerdlow. „Rein zahlenmäßig sind Fintech-Kredite vielleicht auf den ersten Blick nicht attraktiver als gewöhnliche Bankdarlehen. Aber durch ihre Schnelligkeit und Flexibilität sind sie genau der richtige Hebel für unsere Gesamtfinanzierung“, ergänzt der CEO.