Die Riedl Kunststofftechnik GmbH hat den Geschäftsbetrieb der Riedl Kunststofftechnik und Formenbau im Rahmen einer übertragenden Sanierung mit Wirkung zum 1. März 2026 übernommen. Hinter der neu gegründeten Gesellschaft steht ein strategisches Joint Venture. Dieses besteht nach Angaben des Insolvenzverwalters aus dem bisherigen Geschäftsführer David Bernhardt und einem etablierten CNC-Kompetenzzentrum aus der Region. Über die Höhe des Kaufpreises wurde laut der beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Durch die gefundene Investorenlösung bleiben alle rund 29 Arbeitsplätze am Standort Erding erhalten. Laut dem Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne von der Kanzlei dkr kuhne dr. raith ist dieser Erfolg dem Einsatz aller Beteiligten zu verdanken. Kunden, Lieferanten und die Belegschaft haben dem Unternehmen in den vergangenen Wochen die Treue gehalten. Nach seinen Angaben war die ununterbrochene Fortführung der Produktion ein entscheidender Faktor für die Rettung. Der Geschäftsbetrieb war zu keinem Zeitpunkt unterbrochen. Diese Stabilität bildete die notwendige Basis für das Vertrauen der Investoren. Nur so konnte eine langfristige Perspektive für den Betrieb geschaffen werden.
Strategische Neuausrichtung des Betriebs
Die Riedl Kunststofftechnik blickt auf eine Historie zurück, die auf ein im Jahr 1959 gegründetes Einzelunternehmen wurzelt. Das Unternehmen spezialisierte sich als Hersteller hochwertiger Kunststoffteile. Zu den Kunden zählen namhafte Firmen wie Rohde & Schwarz, Kermi, Schott-Glas und ThermoFisher. Um den Betrieb dauerhaft in die Gewinnzone zu führen, erfolgte im Januar 2026 eine strategische Neuausrichtung.

In diesem Zuge wurde der Teilbereich Werkzeugbau eingestellt. Mit dem neuen Partner gewinnt der Betrieb wertvolle Synergien und technisches Know-how hinzu. Der Prozess zur Suche nach einem Investor wurde intensiv betreut. Die Firma Raab & Kollegen GbR aus Eching übernahm unter der Leitung von Mark Hellwege diese Aufgabe. Durch die zielgerichtete Suche konnte in kurzer Zeit eine optimale Lösung für den Standort gefunden werden.
Mit dem Übergang auf die neue Struktur gilt das Verfahren als erfolgreich abgeschlossen. Die Riedl Kunststofftechnik startet nun als saniertes Unternehmen in ein neues Kapitel. Die Kanzlei dkr kuhne dr. raith verfügt über langjährige Erfahrung in der Insolvenzverwaltung und Sanierung. Sie ist mit zwei Verwaltern an zahlreichen Gerichten in Bayern tätig. Marc-André Kuhne ist seit 15 Jahren als Insolvenzverwalter tätig. Er spezialisiert sich auf Betriebsfortführungen sowie die Begleitung von Eigenverwaltungsverfahren. Mit dem Abschluss des Verkaufs in Erding ist die Sanierung der Riedl Kunststofftechnik formell beendet. Das Unternehmen agiert nun unter der Führung des neuen Joint Ventures am Markt. Die Verbindung aus erfahrenem Management und technischer Kompetenz soll den künftigen Erfolg sichern.







