Pfisterer schließt Typprüfung für Kabelsystem erfolgreich ab

Die Pfisterer Holding SE (ISIN: DE000PFSE212), ein internationales Technologieunternehmen, berichtet über ein starkes erstes Quartal 2025.
Hauptsitz von Pfisterer in Winterbach; © Pfisterer

Die Pfisterer Holding SE hat als weltweit erster unabhängiger Anbieter von Kabelgarnituren erfolgreich eine vollumfängliche Typprüfung für ein 320 kV HVDC-Kabelsystem abgeschlossen. Damit erreicht Pfisterer nach eigenen Angaben einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur Marktreife seiner HVDC-Produktlinie. Sie unterstreiche ihre Rolle als Technologieführer im Bereich elektrischer Verbindungs- und Isolierungstechnik.

Schlüsseltechnologie für Stromnetze der Zukunft

„Für die Energiebranche ist das ein wichtiger Schritt: Erstmals wird ein unabhängiger Garnituren-Lieferant in der Lage sein, kabelherstellerübergreifend HVDC-Garnituren weltweit anzubieten. Pfisterer wird so zu einem Enabler, der zahlreichen international agierenden Kabelherstellern den Einstieg in den HVDC-Markt ermöglicht“, erklärt Dr. Konstantin Kurfiss, Mitglied des Vorstands der Pfisterer Holding SE. Die Nachfrage nach HVDC-Systemen soll in den kommenden Jahren stark steigen. Gründe sind der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien, der grenzüberschreitende Transport großer Energiemengen und die Integration von Offshore-Windparks in die Stromnetze. HVDC gilt hierbei als Schlüsseltechnologie.

Umfassend getestetes System

Im Rahmen der Typprüfung prüfte Pfisterer ein 320 kV HVDC-Kabelsystem. Es besteht aus zwei fluid-gefüllten Freiluftendverschlüssen mit Verbundisolatoren, einer Aufziehmuffe mit EPDM-Muffenkörper und einem Hochspannungskabel. Die Tests erfolgten gemäß der internationalen Norm IEC 62895. „Der erfolgreiche Abschluss dieser Tests zeigt die hohe Zuverlässigkeit unserer HVDC-Kabelgarnituren. Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zur Gestaltung der Stromnetze von morgen zu leisten“, betont Fabrice Jedrej, Head of HVDC bei Pfisterer.

Nächste Schritte und Initiativen

Im nächsten Schritt wird eine Präqualifizierungsprüfung durchgeführt, die die Langzeitstabilität des entwickelten HVDC-Systems sicherstellt. Gleichzeitig arbeitet Pfisterer an neuen Werkstoffentwicklungen für innovative HVDC-Isoliersysteme und an der Schaffung eines eigenen HVDC-Stecksystems. Das im Aufbau befindliche HVDC-Qualifizierungszentrum stärkt die Kompetenzen des Unternehmens und unterstützt den globalen Ausbau zukunftsfähiger Energienetze.

Autorenprofil
Vorheriger ArtikelAusblick 2026: Deutschland im Fokus – gelingt die Trendwende?
Nächster ArtikelVom Sound zum Sachwert