Erfolg gesichert: Vor allem bei jungen Unternehmen nahmen die Insolvenzfälle ab.
Erfolg gesichert: Vor allem bei jungen Unternehmen nahmen die Insolvenzfälle ab.

Im ersten Halbjahr 2014 gab es 12.100 Unternehmensinsolvenzen, der niedrigste Wert seit Einführung der neuen Insolvenzordnung 1999. Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland geht damit weiterhin seit Jahren zurück.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Insolvenzen damit nochmals gesunken, insgesamt um 9,1 Prozent. Als Ursachen zählt Creditreform die anhaltend gute Konjunktur und die derzeit günstigen Finanzierungsbedingungen auf. Insgesamt forderten die Insolvenzgläubiger dieses Jahr 12,3 Mrd. Euro, die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze beläuft sich auf 96.000.

Wie Michael Bretz, Mitglied der Geschäftsleitung bei Creditreform, kürzlich erläuterte, sind vor allem kleine Unternehmen von Insolvenzen betroffen. 80,4 Prozent der Insolvenzfälle betrafen Unternehmen mit maximal fünf Mitarbeitern. Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten waren in gerade mal 0,6 Prozent der Fälle betroffen. Auch nahm die Zahl der Insolvenzen bei Kleinstunternehmen weniger stark ab als bei anderen Unternehmensgrößen.

Positive Nachrichten gibt es bei jungen Unternehmen: Bei denen unter zwei Jahren nahmen die Insolvenzfälle sogar um 15,7 Prozent ab. Auch bei den Unternehmen, die seit zehn Jahren am Markt sind, gingen die Insolvenzen mit 10,1 Prozent überdurchschnittlich stark zurück. Besonders hoch ist die Insolvenzquote im Baugewerbe, hier gingen im Schnitt 101 von 10.000 Unternehmen insolvent. Besonders stark zurückgegangen ist sie hingegen im Verarbeitenden Gewerbe. www.creditreform.de