Wirtschaftskriminalität ängstigt Mittelständler

Gefahr durch neue Technologien: Mittelständler sehen sich zunehmend bedroht.
Gefahr durch neue Technologien: Mittelständler sehen sich zunehmend bedroht.

55% der Mittelständler hatten in den letzten fünf Jahren Erfahrung mit Wirtschaftskriminalität. Unternehmen aus der Industrie wurden am häufigsten Opfer von kriminellen Angriffen. Dennoch wird wenig in integrierte Sicherheitskonzepte investiert. Das kam bei einer Befragung im Auftrag von Result Group heraus.

Mehr als jeder zweite Mittelständler machte in den letzten fünf Jahren Bekanntschaft mit ihr: Wirtschaftskriminalität. Diebstahl, Industriespionage und Betrug versetzen seit Jahren die Unternehmen in Angst und Schrecken. Denn laut Jürgen Kempf, Sicherheitsberater bei der auf Wirtschaftskriminalität spezialisierten Unternehmensberatung Result Group, locken Erfolg und Innovationsstärke des deutschen Mittelstandes auch Neider an. Der jährliche Schaden der durch Wirtschaftskriminalität entsteht, wird auf mehr als 20 Mrd. EUR geschätzt.

Die Innovationsfähigkeit gilt hier als besonders gefährdet, da sie das wichtigste Kapital der Unternehmen ist. Vor allem in der Industrie sorgen sich 77% der Befragten sorgen sich um das Wissen auf ihren Computern. Jedoch sind auch physische Materialien für die Diebe interessant. Späh-Affären aus den letzten Monaten haben viele Unternehmen sensibilisiert.  Mehr als die Hälfte gehen von einer Zunahme von Industriespionage in den nächsten  zwei Jahren aus, 40% befürchten einen Anstieg von Produktpiraterie.

Es lauert natürlich viel Gefahr außerhalb des Unternehmens. Aber auch in den eigenen Reihen herrscht viel Bedrohung, die nicht wahrgenommen wird. Von den Unternehmen, die bereits Opfer von Wirtschaftskriminalität waren, geben 60% an, dass Bedrohungen aus dem Innern des Unternehmens derzeit die größten sind. Unzufriedene oder frustrierte Mitarbeiter werden oft Komplizen von externen Dieben, die von ihnen mit geheimen Infos versorgt werden. Aber Infos werden häufig auch unabsichtlich preisgegeben durch den unvorsichtigen Vorgang mit Insiderdaten. Was tut man nun dagegen? Obwohl ein Drittel (29%) der Befragten kein Budget für Prävention bereitstellt, haben einige Unternehmen vor Sicherheitsmaßnahmen in Form von Schulungen oder Geheimhaltungsvereinbarungen in den Arbeitsverträgen. www.result-group.com