Neue Regierung, fordernde Jungunternehmer, zufriedener Mittelstand

Nicht nur Reformpolitik, eine sogenannte Reformregierung fordert der Verband „Die Jungen Unternehmer“ am Tag nach der Wahl. Das wirtschaftspolitische Denken dürfe nicht aus den Köpfen der neuen Regierung verschwinden, nur weil die Abgeordnetensitze der FDP für die anbrechende Legislaturperiode leer blieben, äußerte Lencke Wischhusen, Bundesvorsitzende des Verbands.

Die Mitglieder des an Familien- und Eigentümerunternehmer unter 40 Jahren gerichteten Verbands haben ein Zehn-Punkte-Programm für die zukünftige Regierung erarbeitet, den sie sich realisiert wünschen. Hauptforderungen des Planes sind demnach keine neuen Steuern, keine Erhöhung bestehender Steuern und die Abschaffung von sogenannten heimlichen Steuern wie der kalten Progression. Wischhusen: „In den vergangenen Jahren sind zu viele Aufgaben liegen geblieben. Es reicht nicht mehr aus, sich auf der Agenda 2010 und ihren Erfolgen auszuruhen.“  Das Programm sieht neben Schuldenstopp und -Abbau, Subventions- und Soli-Abschaffung und der Forderung nach einer Rente mit 67+ auch ein klares „Nein“ zum Mindestlohn vor und spricht sich gegen eine Frauenquote als einzige Möglichkeit einer Chancengleichheit für berufstätige Frauen und Mütter aus. Ziel des Programms sei es letztlich „die Lasten der nachfolgenden Generation endlich zu senken“, so Wischhusen.

Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass die deutsche Unternehmerlandschaft das Wahlergebnis mehrheitlich begrüßt hat. So lautet das Ergebnis der Blitzumfrage, welche von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC am Montag nach der Bundestagswahl durchgeführt wurde, dass 65 % der Entscheider mittelständischer und großer Unternehmen mit dem Ergebnis zufrieden sind.

„Die Unternehmen in Deutschland erwarten Kontinuität, Stabilität und Wirtschaftskompetenz von der künftigen Bundesregierung und sehen den Wahlausgang deshalb positiv“, fasst Norbert Winkeljohann, Sprecher des Vorstands von PwC Deutschland, das Umfrageergebnis zusammen.