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Zuwanderung als Chance: Die KfW wehrt sich gegen allzu pessimistische Prognosen.

Die Konjunktur im Mittelstand muss einiges aushalten: China-Krise, der anhaltende Konflikt mit Russland und nun auch noch der Abgasskandal um VW. Dennoch bleiben Geschäft und Stimmung stabil.

Nachdem der Schock des einbrechenden Russlandgeschäfts verdaut war, ging es für den deutschen Mittelstand Anfang des Jahres wieder bergauf: Seitdem beurteilten die im Rahmen des Mittelstandsbarometers von KfW-Bank und ifo Institut befragten Unternehmen ihre Geschäftslage wieder vorsichtig positiv. Dieser Trend hält bis heute an: Im Vergleich zu September stieg das Barometer um 0,8 Zähler, auf einen Saldo von 26,1. Ebenso erwarten die Unternehmen bessere Geschäfte. „Der Anstieg um 0,2 Zähler auf 9,1 Saldenpunkte ist zwar nur marginal, aber angesichts der politischen Auseinandersetzungen in Europa sowie der verbleibenden Unsicherheiten hinsichtlich der konjunkturellen Stärke der Schwellenländer durchaus positiv zu bewerten“, kommentierte Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, die gestiegenen Geschäftserwartungen.


Treiber der Konjunktur sind weiterhin die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie steigende Löhne. All das steigert den Konsum. Laut KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist die Stimmung im mittelständischen Einzelhandel so gut wie seit 25 Jahren nicht mehr: Mit rund 32,7 Saldenpunkten ist sie auf ähnlich hohem Niveau wie zu Zeiten der Wiedervereinigung. Auch der Flüchtlingszustrom sei eher positiver Impuls denn Hiobsbotschaft: Durch ihn stiegen Konsum und Wohnbau, auch wegen der anstehenden Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge. „Die Klimaverbesserung im Oktober nimmt allen vorschnellen Krisenrednern den Wind aus den Segeln, sie signalisiert Gelassenheit der Unternehmen“, schließt Zeuner. www.kfw.de