Insolvenzen weiter rückläufig

Gefahr der Insolvenzen: Ihre Zahl ist seit Jahren rückläufig. (© Thinkstock_Devonyu)
Gefahr der Insolvenzen: Ihre Zahl ist seit Jahren rückläufig.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenz in Deutschland ist weiter rückläufig: Laut der Auskunftsdetektei Creditreform fielen 2014 48.415 Firmen aus, also 1,72 Prozent. Vor allem Großunternehmen gehen seltener pleite.

Seit 2009 nimmt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ab: Lag die Rate damals noch bei 2,17 Prozent, senkte sie sich seitdem kontinuierlich ab, auf 1,72 Prozent im Jahr 2014. Vor allem Unternehmen mit einem Umsatz über 20 Mio. Euro scheinen sich wieder öfter gegen eine Insolvenz stemmen zu können: Nach drei Anstiegen in Folge sank ihre Ausfallquote 2014 wieder auf 0,6 Prozent. Am meisten profitieren Großunternehmen mit einem Umsatz über 250 Mio. Euro von dem Rückgang. Lag deren Ausfallquote 2013 noch bei 0,64 Prozent, betrug sie 2014 nur noch 0,16 Prozent. Als Grund für führt Creditreform die allgemein gute wirtschaftliche Lage in Deutschland an.


Am häufigsten gehen Unternehmen aus der Verkehrs- und Logistikbranche pleite. Doch auch das Baugewerbe und Dienstleister im Konsumbereich sind potenziell gefährdete Branchen. Am sichersten lebt es sich für Unternehmen aus der Chemie- und Grundstoffbranche. Mit 1,2 bzw. 0,84 Prozent fallen sie am seltensten aus. Regional betrachtet gibt es die meisten Unternehmensinsolvenzen in Berlin und Nordrhein-Westfalen. Bezogen auf die Lebensdauer gehen die meisten Unternehmen in der Wachstumsphase nach Gründung pleite: Die Ausfallquote von Firmen mit zwei bis fünf Jahren Lebensdauer lag mit 3,31 Prozent am höchsten. www.creditreform.de

Die Studie finden Sie hier.