Hilfen für die Wirbelsäule: Spineart entwickelt medizinische Geräte für Chirugen und OP-Teams.
Hilfen für die Wirbelsäule: Spineart entwickelt medizinische Geräte für Chirugen und OP-Teams.

Die belgische Investmentgesellschaft Gimv und der Gimv Health & Care Fund beteiligen sich mit Wachstumskapital in Höhe von 30 Mio. EUR an dem Schweizer Wirbelsäulen-Implantat-Hersteller Spineart.

Das Schweizer Unternehmen Spineart hat sich auf die Konzeption, Entwicklung und Vermarktung von sicheren und effizienten Lösungen und medizinischen Geräte für die Wirbelsäulenchirurgie für Chirurgen, OP-Teams und Patienten konzentriert. Das Unternehmen aus Genf  hat patentierte und klinisch geprüfte Technologien im Bereich Bewegungserhaltung, Wirbelsäulenchirurgie, biologischer Präparate, minimal-invasiver Chirurgie und Behandlung von Knochenbrüchen eingeführt.


Spineart wurde im Jahr 2005 von Jérome Levieux und Stéphane Mugnier-Jacob gegründet, die nach eigenen Angaben beide über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie verfügen. Sie leiten bis heute gemeinsam das Unternehmen. In den letzten fünf Jahren konnte der Medizinprodukte-Anbieter, der zurzeit rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, laut eigener Aussage jedes Jahr um 16 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr hat Spineart einen weltweiten Umsatz von mehr als 34 Mio. EUR erzielt.

Spineart soll auf ausgewählten Märkten wachsen

Laut des belgischen Kapitalgebers Gimv ist die Wirbelsäulenchirurgie ein sehr attraktiver globaler Markt, der viel Raum für Innovatoren wie Spineart läßt. Neben seinem breiten Produktportfolio und seiner anerkannten europäischen Marke hebe sich das Unternehmen auch durch einen starken Fokus auf Produktinnovation und eine umfassende F&E hervor. Das frische Kapital soll zum Ausbau der Vertriebsorganisation und -prozesse, für das weitere Wachstum und den Ausbau von Marktanteilen in ausgewählten Märkten wie den USA verwendet werden. Daneben steht die kontinuierliche Entwicklung innovativer Produkte im Fokus.

Vierte Investition des Gimv-Fonds in diesem Jahr

Der Gimv Health & Care-Fonds für Wachstumsunternehmen aus den Branchen Healthcare Services und Medtech wurde Anfang 2013 aufgelegt. Gimv hatte als Sponsor und Hauptinvestor 50 Mio. EUR investiert. Die flämische Regierung hat sich über die öffentliche Investmentgesellschaft VPM mit ebenfalls 50 Mio. EUR beteiligt. Zusätzlich wurde Kapital bei institutionellen Anlegern eingesammelt. Das Investment in das Schweizer Unternehmen ist seit Anfang 2016 die vierte Neuinvestition des Gimv Health & Care-Fonds. Das Venture Capital-Unternehmen von Gimv hatte sich Ende März mit 4 Mio. EUR am Hamburger Biopharma-Unternehmen Topas Therapeutics beteiligt. Im April wurden 6 Mio. Euro in das niederländische Life Sciences-Unternehmen G-Therapeutics investiert. Außerdem steckte der Fonds im Mai 2,7 Mio. US-Dollar in den Medizingerätehersteller EndoStim.