Commerzbank-Studie: Eurokrise verunsichert Mittelstand

In der Studie „Gute Schulden – schlechte Schulden: Unternehmertum in schwierigen Zeiten“ beklagen 72% der befragten Unternehmen die Planungsunsicherheit infolge der Eurokrise: Die Unsicherheit wirke sich negativ auf die eigene Geschäftstätigkeit aus und verhindere Investitionen in Wachstum. 63% der Unternehmen fürchten zudem eine allgemeine Abschwächung der Konjunktur. Als Hauptgrund für die Krise machen 78% der Unternehmer den zu leichten Zugang zu Krediten für die öffentliche Hand aus. Die eigene Fremdfinanzierung und Aufnahme von Schulden schätzen 78% der Befragten kritisch ein. So finanzieren drei Viertel vorwiegend mithilfe von Gewinnen und Rücklagen sowie aus dem „Cashflow“. Mittel- und langfristige Kredite nutzen 59%, kurzfristige Kredite 60%. Alternative Finanzierungsformen nutzt nur ein verschwindend geringer Anteil der Befragten. In Bezug auf Basel III glauben 80%, dass sich der Zugang zu Krediten erschweren wird, und 77% rechnen mit schlechteren Kreditkonditionen. „Dass die Eurokrise wirtschaftspsychologisch Spuren hinterlässt, sehen wir daran, dass fast ein Drittel der Unternehmer sich um die Zinsen und Tilgung von Krediten sorgt, obwohl die Zinsen aktuell so niedrig sind wie nie“, interpretiert Markus Beumer, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, die Ergebnisse der Studie. www.unternehmerperspektiven.de