Insolventer Küchenbauer Alno stellt Betrieb ein

Alno insolvent
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Der insolvente Küchenbauer Alno – Neue Alno GmbH – aus Pfullendorf im Kreis Sigmaringen stellt seinen Betrieb ein und muss alle seine 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Die beiden Geschäftsführer Michael Spadinger und Jochen Braun verkündeten diesen Beschluss, der zum Ende des Monats wirksam wird. Grund für die Abwicklung des Unternehmens ist das Scheitern der Suche nach einem Investor, denn aus eigener Kraft könne Alno den Betrieb nicht fortsetzen. „Es konnte trotz einer breiten Ansprache möglicher Investoren leider kein Investor gefunden werden, der den operativen Geschäftsbetrieb der Gesellschaften fortführt.“, sagte Geschäftsführer Braun. Bis Ende September sollen noch die bestehenden Aufträge abgewickelt werden.

Alno hatte Ende Juni einen Insolvenzantrag gestellt und ein Verfahren in Eigenverwaltung beantragt. Ziel sollte es sein, mit einem neuen Gesellschafter den Geschäftsbetrieb fortsetzen zu können. Als Grund für die Insolvenz nannte die Geschäftsführung einen gescheiterten Grundstückverkauf, der nicht den vereinbarten Erlös gebracht habe.  Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Holger Leichtle von GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB bestellt.

Der Küchenbauer Alno hatte bereits im Jahr 2017 Insolvenz anmelden müssen. Die Alno AG Gesellschaft hatte damals rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die britische Investmentgesellschaft Riverrock übernahm das Unternehmen danach für rund 20 Mio. EUR ohne weitere Schulden. Das neue Management begann anschließend einen Schrumpfkurs und wurde als Neue Alno GmbH weitergeführt.

Es besteht noch die Möglichkeit, dass eine Transfergesellschaft eingerichtet wird, die dann unter anderem die Qualifizierung der Beschäftigten übernimmt. Dies würde die Chancen zu einer Neuanstellung in anderen Unternehmen erhöhen. Michael Föst, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Albstadt kritisierte das Management des Unternehmens, weil es nicht genügend investiert habe.