DBAG setzt auf Schweizer Cybersecurity-Experten

Während der Druck auf Private-Equity-Manager steigt, rücken kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) weiter in den Fokus.
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3030e Deutsche Beteiligungs AG investiert in die Bug Bounty Switzerland AG und erweitert damit ihr Portfolio im Bereich Cybersecurity. Das börsennotierte Beteiligungshaus aus Frankfurt am Main erwirbt eine Minderheitsbeteiligung an dem Schweizer Pionier für intelligentes Security-Testing. Die Investition erfolgt im Rahmen einer Kapitalerhöhung gemeinsam mit dem Lead-Investor Direttissima Growth Partners. Das frische Kapital soll laut den beteiligten Unternehmen ausschließlich dem weiteren Wachstum des Anbieters zugutekommen. Die in Luzern ansässige Bug Bounty Switzerland AG wurde 2020 von Sandro Nafzger, Florian Badertscher und Lukas Heppler gegründet. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben den Übergang von einem projektbasierten Dienstleister zu einer Abonnementplattform erfolgreich vollzogen. Mit dem sogenannten Cyber Resilience Shield bietet das Haus eine Lösung an, die menschliche Expertise mit künstlicher Intelligenz verbindet. Die Plattform orchestriert dabei über 16.000 geprüfte Ethical Hacker und KI-Agenten, um die Angriffsflächen von Kunden kontinuierlich zu bewerten. Zu den rund 52 Kunden zählen unter anderem das Nationale Zentrum für Cybersicherheit der Schweiz sowie Unternehmen aus der kritischen Infrastruktur.

Strategische Allianz für die KI-Ära

Die Deutsche Beteiligungs AG nutzt für diesen Einstieg ausschließlich Mittel aus der eigenen Bilanz. Diese Strategie der sogenannten Langfristigen Beteiligungen ermöglicht laut dem Investor eine Haltedauer, die über die üblichen Laufzeiten von Private-Equity-Fonds hinausgeht. Es handelt sich um die siebte Beteiligung dieser Art. Der Markt für Cybersecurity-Testing gilt als strukturell wachsend, da die Nutzung von KI die Angriffsflächen für Unternehmen vergrößert. „BBS adressiert einen Markt, der durch KI nicht kleiner, sondern größer wird“, sagt Tom Alzin, Sprecher des Vorstands der Deutsche Beteiligungs AG. Laut einer Studie von Houlihan Lokey planen 91% der befragten Unternehmen, ihre Ausgaben für Cybersicherheit im Jahr 2026 zu erhöhen. Das Gründerteam der Bug Bounty Switzerland AG behält weiterhin die Mehrheit der Anteile und bestimmt die strategische Ausrichtung maßgeblich. Gemeinsam mit den neuen Investoren ist nun die Erschließung internationaler Märkte geplant. Die Deutsche Beteiligungs AG bringt hierbei insbesondere ihren Marktzugang im deutschsprachigen Raum und in Italien ein. Das verwaltete oder beratene Vermögen des Konzerns beläuft sich aktuell auf rund 2,7 Milliarden Euro. Die Partner streben an, intelligentes Security-Testing als neuen Standard am Markt zu etablieren.

Börsenkurs und Marktbewertung

An der Frankfurter Wertpapierbörse reagierten die Anleger positiv auf die Nachricht über die siebte Langfristige Beteiligung. Der Aktienkurs der Deutsche Beteiligungs AG spiegelt die Erwartungshaltung des Marktes an das profitable Wachstum im Technologiesektor wider. Als eines der renommiertesten Private-Equity-Unternehmen Deutschlands profitiert die Gesellschaft von ihrem Fokus auf gut positionierte Mittelständler in der DACH-Region. Die Einbettung in zukunftsträchtige Felder wie Software und IT-Services stützt die langfristige Bewertung des Titels im aktuellen Marktumfeld.

Autorenprofil

Als Redakteur der Unternehmeredition berichtet Alexander Görbing regelmäßig über Unternehmen und das Wirtschaftsgeschehen. Zu seinen Schwerpunkten gehören Restrukturierungen, Insolvenzen, M&A-Prozesse, Finanzierungen und Unternehmensnachfolgen.

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