Circular Republic und Knorr-Bremse loben neuen Award aus

Innovation für die Kreislaufwirtschaft

Wie Europa seine wirtschaftliche Resilienz sichert: CIRCULAR REPUBLIC und Knorr-Bremse starten Award für Green-Tech-Innovationen.
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Die wirtschaftliche Resilienz Europas hängt zunehmend von einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ab. Vor diesem Hintergrund haben Circular Republic, eine Initiative für Kreislaufwirtschaft der UnternehmerTUM, und Knorr-Bremse den Circular Technology Award ins Leben gerufen. Ziel des Preises ist es, innovative Green-Tech-Lösungen für automatisierte Demontage und das Recycling kritischer Rohmaterialien zu identifizieren und in die industrielle Anwendung zu bringen.

Fokus auf KI und Robotik

Der Award richte sich an Startups sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aus ganz Europa. Gesucht würden skalierbare Lösungen, die unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik die Rückgewinnung von Rohstoffen revolutionierten. Insbesondere die automatisierte Demontage von Hightech-Komponenten sowie das Zurückführen wertvoller Materialien in den Wirtschaftskreislauf gelten als zentraler Hebel, um Lieferketten resilienter zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu sichern.

Hochdotierte Förderung und Pilotprojekte

Die Auszeichnung ist mit insgesamt vier Preisgeldern in Höhe von jeweils 25.000 Euro dotiert. Darüber hinaus bietet der Wettbewerb einen besonderen Anreiz für die Teilnehmer: Zwei der prämierten Unternehmen erhalten die Chance, ihre Konzepte im Rahmen eines Proof-of-Concept-Projekts direkt mit Knorr-Bremse umzusetzen. Hierfür stehe ein Budget von bis zu 150.000 Euro zur Verfügung.

Marc Llistosella, CEO der Knorr-Bremse AG, erklärte im Rahmen der Vorstellung auf der Handelsblatt-Konferenz „Circular Economy 2026“, dass automatisierte Recyclingtechnologien entscheidend für eine robuste Wirtschaft seien. Die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe eröffne ein enormes Wachstumspotenzial. Auch Dr. Matthias Ballweg, Co-Founder von CIRCULAR REPUBLIC, betonte: „Kreislaufwirtschaft ist kein Nischenthema mehr – sie ist eine strategische Antwort auf geopolitische Abhängigkeiten, Ressourcenknappheit und den steigenden Innovationsdruck in Europa.“

Prominente Jury und Verleihung auf der IFAT

Die Bewertung der Einreichungen übernimmt eine hochkarätig besetzte Jury aus Politik, Wissenschaft und Industrie. Neben Llistosella und Julia Thiele-Schürhoff (Vorständin Heinz Hermann Thiele Familienstiftung) gehörten unter anderem Univ.-Prof. Dr.-Ing. Günther Schuh (RWTH Aachen),der ehemalige Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, An Nuyttens (President Special Chem Solvay) und Roland Gauß (Director Raw Materials EIT) dem Gremium an.

Interessierte Unternehmen könnten ihre Bewerbungen bis zum 2. März 2026 einreichen. Die feierliche Preisverleihung sei für den 6. Mai 2026 auf der Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall-, und Rohstoffwirtschaft (IFAT) in München geplant.

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Moritz Voss
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