Die Fahrradmarke Rose Bikes hat das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Umsatz von 215 Mio. EUR abgeschlossen. Nach Angaben des Familienunternehmens aus Bocholt entspricht dies einem Wachstum von 2 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig konnte der Betrieb die Profitabilität deutlich steigern. Das Unternehmen behauptet sich damit in einem herausfordernden Marktumfeld, das laut dem Management von Konsumzurückhaltung und Sättigungstendenzen geprägt ist. Besonders in preisgetriebenen Volumensegmenten sei die Lage in der Fahrradbranche weiterhin schwierig. Der Umsatz im spezifischen Bike-Segment stieg bei Rose Bikes im Vergleich zum Zeitraum 2023/24 um 7 % und entwickelte sich damit überproportional zum Gesamtumsatz.
Starke Nachfrage in sportiven Segmenten
Der Bike-Anteil bleibt weiterhin der prägende Faktor für das Gesamtgeschäft des Bocholter Herstellers. Insbesondere in den Bereichen Gravel und Rennrad verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben eine hohe Nachfrage. Als Gründe für die Wettbewerbsposition in diesen Segmenten nennt der Betrieb moderne Plattformen, technologische Weiterentwicklungen und eine hohe Geschwindigkeit in der Produktentwicklung. Ausschlaggebend für die stabile Umsatzentwicklung sei zudem die kontinuierliche Weiterentwicklung der Marke. Durch die Community Rose Circle konnte das Unternehmen die Reichweite ausbauen und die Kundinnen und Kunden stärker einbinden.
Ein wesentlicher Baustein der Markenstrategie ist das Engagement im internationalen Profiradsport. Mit dem Team Unibet Rose Rockets von Bas Tietema ist die Marke wieder im Rennsport vertreten. Zu den sportlichen Erfolgen zählen laut dem Unternehmen der Sieg beim Saisonauftakt der Clasica Comunitat Valenciana sowie eine Wildcard für den Giro d’Italia 2026. Dieses Sponsoring erhöhe die internationale Wahrnehmung und unterstreiche die Performance-Orientierung der Produkte. Gleichzeitig diene es als authentischer Zugang zur Community im sportiven Kernsegment.
Auf operativer Ebene hebt das Unternehmen gezielt Effizienzen. Hierzu gehören eine modernisierte IT-Infrastruktur sowie die Einführung eines neuen ERP-Systems. Integrierte Logistikprozesse verbessern laut Rose Bikes die Transparenz und Steuerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zudem unterstützen erste KI-gestützte Anwendungen bei der Planung und Prozessoptimierung. Durch ein optimiertes Bestandsmanagement wird die Kapitalbindung in Lagerbeständen reduziert. Dies ermögliche eine stabilere Preisstrategie mit weniger rabattgetriebenen Verkäufen. Das Servicepartnernetzwerk umfasst inzwischen über 200 Werkstätten und stärkt die Infrastruktur im After-Sales-Bereich.
Fokus auf lokale Wertschöpfung
Der Markt befindet sich laut Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose in einer Phase der Neujustierung. „Entscheidend ist, strukturell sauber zu arbeiten, konsequent Nachfrageorientierung umzusetzen und langfristig zu denken“, sagt Heckrath-Rose. Die Grundlage bilde die eigene Produktentwicklung und Montage am Standort Bocholt sowie eine starke lokale Wertschöpfung. Das Unternehmen setzt auf einen Omnichannel-Vertrieb aus digitalen Kanälen und eigenen Stores in deutschen Metropolregionen.
Ausblick auf laufendes Geschäftsjahr
Für das aktuelle Geschäftsjahr prognostiziert das Familienunternehmen einen moderaten Umsatzanstieg auf rund 230 Mio. EUR. Der Fokus der Rose Bikes GmbH liegt weiterhin auf hochwertigen Mobilitäts- und Performance-Radprodukten. Diese werden am Firmensitz entwickelt, montiert und europaweit vertrieben. Das Unternehmen betreibt Standorte unter anderem in Hamburg, Köln, Berlin und München sowie in der Schweiz.









