KI prägt relevante Trends im B2B-Marketing

KI wird zum zentralen Treiber im B2B-Marketing, doch viele Mittelstandsunternehmen stehen noch vor Herausforderungen beim Einsatz.
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KI wird zum zentralen Treiber im B2B-Marketing, doch viele Mittelstandsunternehmen stehen noch vor Herausforderungen beim Einsatz. Der Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik) zeigt in seiner aktuellen Studie, wo Handlungsbedarf besteht und wie Marketing menschliche Kompetenz und Technologie verbinden kann.

KI prägt B2B-Marketing im Mittelstand

Der bvik hat in einer neuen Studie die Trends untersucht, die für das Marketing im deutschen Mittelstand künftig wichtig sind. Zentrale Erkenntnis: Künstliche Intelligenz (KI) prägt alle relevanten Trends im B2B-Marketing, doch vielen Unternehmen fehlt noch ein klares Regelwerk sowie ein Verständnis für menschliche Bedürfnisse.

Effizienzpotenzial und Einsatz von KI

86 % der Befragten halten die Optimierung für KI-Suchmaschinen für notwendig, da Recherchen zunehmend über digitale Assistenten erfolgen. Drei Viertel sehen in KI-gestützten personalisierten Inhalten einen wichtigen Hebel für neue Verkaufschancen. Gleichzeitig geben nur 53 % an, dass Marketing aktuell ein zentraler Treiber der Digitalisierung im Vertrieb ist.

Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität

„Wie die Studie zeigt, klafft noch eine bemerkenswerte Lücke zwischen Vision und Umsetzung“, erklärt Prof. Dr. Seon-Su Kim, wissenschaftlicher Begleiter der Studie. „Noch größer ist die Diskrepanz zwischen technologischem Fortschritt und menschlicher Kompetenz.“ Besonders in kostenintensiven Maßnahmen wie Messen fällt der wirksame Einsatz von KI vielen Unternehmen schwer.

Marketing als Faktor für Wirtschaftserfolg

Professor Kim betont, dass KI künftig messbare Wirkung entfalten müsse, warnt aber vor einer „fatalen Vernachlässigung des Menschlichen“: Vertrauen, Empathie und echtes Kundenverständnis lassen sich nicht vollständig algorithmisch abbilden. Kai Halter, Vorstandsvorsitzender des bvik, sieht im einseitigen Technologiefokus ein Risiko für die Zukunftsfähigkeit des Marketings und fordert Lernpfade, die Technik- und Menschenkompetenzen gemeinsam entwickeln.

Handlungsempfehlungen des bvik

„Unsere Studie zeigt, dass Marketingverantwortliche zunehmend zwischen operativer Vertriebsnähe und strategischer Verantwortung bewegen“, sagt Ramona Kaden, Geschäftsführerin des bvik. „Jetzt braucht es klare Prioritäten, antizyklische Investitionen ins Marketing und neue Formen der internen wie externen Zusammenarbeit.“

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