Die zur Hydraulik Nord Group gehörenden Unternehmen Kemptener Maschinenfabrik GmbH und Buck GmbH sanieren sich. Nach Angaben der Firmen wurde ein Eigenverwaltungsverfahren beim Amtsgericht Kempten sowie beim Amtsgericht Ravensburg eingeleitet. Grund für diesen Schritt ist ein deutlich gestiegener Liquiditätsbedarf der Gesellschaften. Die Marktsituation habe sich laut der Unternehmen erheblich verschlechtert. Andere Firmen der HN Holding Gruppe sind nach offiziellen Informationen von diesem Verfahren nicht betroffen.
Fortführung des Geschäftsbetriebs
Die Verfahren dienen der umfassenden Restrukturierung der Firmen für eine solide Zukunft. Ein bereits vor dem Antrag eingeleiteter Investorenprozess wird laut den Beteiligten kurzfristig wieder aufgenommen. Der Geschäftsbetrieb soll nach Firmenangaben während des vorläufigen Verfahrens ohne Einschränkungen weiterlaufen. Sämtliche Lieferbeziehungen und Leistungsbeziehungen bleiben laut der Unternehmen bestehen. Die Löhne der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für die nächsten drei Monate gesichert. Die KMF beschäftigt rund 200 und die Buck GmbH etwa 50 Mitarbeitende.
Ursachen der wirtschaftlichen Krise
Auslöser der Verfahren sind laut der Geschäftsführung massive Umsatzeinbrüche und kurzfristige Auftragsstornierungen. Zudem belastet eine hohe Fixkostenbasis insbesondere die operative Tätigkeit der KMF. Trotz finanzieller Unterstützung durch die HN Holding gelang keine Verbesserung von Ergebnis und Liquidität. Die Hauptgesellschafterin sieht den Sanierungsweg als Chance für den Erhalt der Standorte. Der Maschinenbauer KMF fertigt Lösungen für die Landmaschinenindustrie und Baumaschinenindustrie sowie hydraulische Baugruppen. Die Firma Buck ist auf Zerspanungstechnik spezialisiert und produziert Teile für Motoren und Getriebe.
Begleitung durch Generalbevollmächtigte
Die Eigenverwaltung wird durch die Kanzlei Falkensteg mit den Partnern Tillmann Peeters und Maximilian Schneider begleitet. Das Gericht bestellte Henrik Brandenburg zum vorläufigen Sachwalter für die KMF. Im Verfahren der Buck fungiert Volker v. Danckelmann als Sachwalter. „Wir haben in den ersten Gesprächen mit unseren Kunden und Lieferanten positive und konstruktive Resonanz zum nun eingeschlagenen Sanierungsweg erhalten. Das werten wir als wichtiges Signal dafür, dass die industrielle Substanz beider Unternehmen intakt ist und eine Fortführung bei Nutzung von Restrukturierungspotentialen realistische Chancen besitzt“, erklärt Projektleiter Maximilian Schneider.





