Coronakrise setzt Eigenkapitalquoten der Mittelständler unter Druck

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Die Eigenkapitalquoten der meisten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland kannten in den letzten Jahren eigentlich nur eine Richtung: aufwärts. Die Corona-Krise dürfte diesen Trend nun zum Halten gebracht haben. Nach einer Untersuchung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gehen bereits jetzt rund 29% der Mittelständler davon aus, dass ihre Eigenkapitalquote (EKQ) im Jahr 2020 sinken wird. Rund vier von zehn KMU rechnen mit einer gleichbleibenden Quote. Lediglich 6% glauben an eine Verbesserung ihrer Eigenkapitalsituation. Etwa 27% können derzeit noch keine Einschätzung abgeben.

Um die Jahrtausendwende lag die durchschnittliche Eigenkapitalquote im deutschen Mittelstand nach Angaben der KfW noch bei rund 18%. Bis 2018 kletterte sie auf 31,2% – eine nachhaltige positive Entwicklung. Denn der hohe Bestand an Eigenkapitel dürfte sich auch in der aktuellen Situation auszahlen. Ursache für die zu erwartenden sinkenden EKQ sind die teils erheblichen Umsatzrückgänge in der aktuellen Krise. Nicht wenige Unternehmen könnten dadurch im Gesamtjahr Verluste erleiden, die das Eigenkapital dezimieren. Hinzu kommt: Um etwaige Liquiditätsengpässe durch die Umsatzverluste zu überbrücken, fragen die Unternehmen vermehrt Kredite nach – insbesondere mit kurzen Laufzeiten. Dies setzt die EKQ zusätzlich unter Druck.

 

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