Aconext übernimmt Sparks Gruppe

Foto: © Sikov_AdobeStock
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Für die Sparks Gruppe, einen IT- und Softwaredienstleister im Automobilbereich, wurde eine tragfähige Lösung gefunden. Nach Angaben des vorläufigen Eigenverwalters übernimmt die Aconext Sparks GmbH drei Gesellschaften der Gruppe im Rahmen einer übertragenden Sanierung. Mit Wirkung zum 1. Juli 2025 wechseln die Sparks BW GmbH, die Sparks IN GmbH sowie die Sparks Solutions GmbH zu Aconext. Mehr als 60 der ursprünglich 100 Beschäftigten behalten ihren Arbeitsplatz. Über die finanziellen Details vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Die Sparks Gruppe war Anfang April 2025 in eine vorläufige Eigenverwaltung gegangen. Das Amtsgericht Ingolstadt hatte die Verfahren angeordnet, um die Sanierung unter Aufsicht fortzuführen. Unterstützt wurde die Geschäftsführung dabei von den Sanierungsexperten Ivo-Meinert Willrodt und Hans-Christian Källner von der Pluta Rechtsanwalts GmbH. Rechtsanwalt Marc-André Kuhne von der Kanzlei dkr kuhne dr. raith in München überwachte als Sachwalter die Verfahren im Sinne der Gläubiger. Für die Sparks BW GmbH und die Sparks IN GmbH starteten die Eigenverwaltungsverfahren planmäßig zum 1. Juli 2025. Für die Sparks GmbH und die Sparks Solutions GmbH wurden Regelverfahren eröffnet, bei denen Kuhne als Insolvenzverwalter bestellt wurde.

Erfolgreiche Fortführung

„Während des Verfahrens hat Sparks sämtliche Kundenaufträge weiter erfüllt. Die Gruppe hat einen ausgezeichneten Ruf in der Branche, was für den Investorenprozess entscheidend in Heimsheim und Ingolstadwar. Im Bieterprozess hat sich Aconext mit dem besten Angebot durchgesetzt. Damit erzielen wir das optimale Ergebnis für alle Beteiligten“, erklärt Ivo-Meinert Willrodt. Marc-André Kuhne ergänzt: „Die Übernahme ist auch aus Gläubigersicht die bestmögliche Lösung. Sämtliche Kunden wurden weiterhin betreut, und das Know-how bleibt erhalten.“ Die Standorte t bleiben erhalten. Die Sparks Gruppe, gegründet 2012, bietet Software- und Beratungslösungen für namhafte Automobilhersteller an und genießt laut PLUTA einen guten Ruf für Qualität und Kundennähe.

Aconext baut Marktposition aus

Mit der Übernahme setzt Aconext seinen Wachstumskurs fort. Geschäftsführer Uwe Hihn erklärt: „Diese Transaktion ist für uns strategisch wertvoll. Wir verbreitern unser Portfolio und nutzen Synergien, um unsere Marktposition bei Premium-Automobilherstellern weiter auszubauen. Besonders wichtig ist uns die Expertise von Sparks im Bereich der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Zudem sehen wir Potenzial in der Softwareentwicklung für den Verteidigungsbereich.“ Steffen Matt, Geschäftsführer der Aconext Sparks GmbH, betont: „Wir wollen mit Aconext zu einem relevanten Player in der Softwareentwicklung und im Software Testing werden.“

Die 2014 gegründete Aconext beschäftigt über 750 Mitarbeiter und wächst nach eigenen Angaben jährlich um mehr als 30%. Der Technologieberater ist an mehreren Standorten im Süden Deutschlands vertreten. Für 2027 strebt Aconext einen Umsatz von über 100 Mio. EUR an und plant eine weitere Internationalisierung.

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