Der DATEV Mittelstandsindex zeigt für Oktober 2024 einen Umsatzrückgang von 4,1% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Trotz des Rückgangs deutet sich laut der neuen Analyse eine leichte Stabilisierung an, da der Rückgang im Vergleich zu den Vormonaten weniger stark ausfällt. Ein positiver Trend zeigt sich demnach bei mittleren Unternehmen, die im Vorjahresvergleich einen Umsatzzuwachs von verzeichneten. Kleinstunternehmen bleiben dagegen stark unter Druck und meldeten einen Rückgang von fast 6%. Die Erholung des Mittelstands bleibe jedoch insgesamt fragil.
Branchenüberblick: Umsatzentwicklung unterschiedlich
Der Umsatzrückgang betraf laut Datev alle Branchen, fiel jedoch weniger stark aus als in den Vormonaten. Positiv entwickelte sich der Vergleich mit dem Vormonat: Hier konnten fast alle Branchen leichte Zuwächse verbuchen. Eine Ausnahme bildete dabei lediglich das verarbeitende Gewerbe. Ein regionales Bild zeigt ebenfalls Unterschiede: Während Sachsen einen kleinen Umsatzzuwachs verzeichnete, meldeten Bundesländer wie Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland teils erhebliche Rückgänge.
Löhne steigen weiter

Anhaltender Druck auf den Mittelstand

ifo: Industrie bewertet Wettbewerbsposition schlechter
Die Entwicklung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit wird von Industrieunternehmen in Deutschland laut einer Untersuchung des ifo-Institus immer schlechter beurteilt. Im europäischen Vergleich liegen die Einschätzungen, die auf Unternehmensbefragungen basieren, deutlich niedriger als in anderen großen Ländern der EU. „Die Bewertung der eigenen Wettbewerbsposition fällt in allen Industriebranchen sehr negativ aus, insbesondere, wenn es um Auslandsmärkte geht“, sagt ifo Experte Stefan Sauer.
Während die Einschätzungen italienischer und französischer Industrieunternehmen über dem EU-Durchschnitt liegen würden, sei Deutschland am unteren Ende der Liste zu finden, gemeinsam mit Belgien, Österreich und Finnland. Besonders auffällig sei nach Angaben der ifo-Konjunkturforscher die überaus negative Entwicklung in den energieintensiven Industriebranchen. „Die Analyse verdeutlicht, dass die Vorteile der deutschen Industrie auf internationalen Märkten zunehmend schwinden. Die Wettbewerbsposition hat sich in den vergangenen beiden Jahren so stark verschlechtert wie nie zuvor seit Beginn der Erhebung im Jahr 1994“, sagt Sauer.








