Interviews

„Wachstum ohne Gewinn ist tödlich“ (Ausgabe 2/2012)

Interview mit Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe

1945 legte Adolf Würth den Grundstein für das Familienunternehmen. Nach dessen frühem Tod im Jahr 1954 hat Sohn Reinhold Würth im Alter von 19 Jahren den damaligen Zweimann-Betrieb übernommen und formte daraus einen weltweit tätigen Handelskonzern. Im Interview spricht Reinhold Würth über die wichtigsten Meilensteine der Firmengeschichte, die aktuelle Geschäftsentwicklung und seine Finanzierungsstrategie.

Unternehmeredition: Herr Würth, wie ist es Ihnen gelungen, aus dem Zweimann-Betrieb Ihres Vaters einen weltweit tätigen Handelskonzern zu formen?
Würth: Wenn ich auf meine 63 Berufsjahre zurückschaue, dann kann ich nicht sagen, zu jenem Zeitpunkt gab es den großen Big Bang, woraus die Würth-Gruppe entstanden ist. Vielmehr lief ein kontinuierlicher Innovations- und Wachstumsprozess ab, der geprägt war von der Übernahme kalkulierter Risiken und der permanenten...mehr>



Fallstudien

Erfolgreiche Nachfolgeregelung mit Private Equity (Ausgabe 2/2012)

Toga Food SA: Schweizer Importeur von Back- und Süßwaren

Entscheidungen von großer Tragweite wollen sorgfältig geprüft werden. Diese Weisheit hat sich auch bei der Toga Food SA aus dem schweizerischen Wangen bewahrheitet. CEO Thomas Gabathuler konnte sich vor allem auf sein Bauchgefühl verlassen, als er sich mit dem von Orlando Management beratenen Fonds Special Situations Venture Partners III (SSVP) den richtigen Partner für eine erfolgreiche Nachfolgeregelung ins Boot holte. Für den Fonds ist Toga Food, führender Schweizer Importeur von Back- und Süßwaren, ein Erfolg versprechendes Investment in einem speziellen Marktsegment.

Den richtigen Partner finden
"No Deal!", sagte sich Thomas Gabathuler zunächst, als er mit den ersten Investoren verhandelte. Als Nachfolger seines Vaters, der die Toga Food SA bereits im Jahr 1981 gegründet hatte, wollte er mit Hilfe eines externen Kapitalgebers eine klare Nachfolgeregelung...mehr>



Leitartikel (Anriss)

Banken: Kreditklemme nicht in Sicht (Ausgabe 2/2012)

Die Kreditversorgung im Mittelstand ist besser als erwartet

Unternehmen in Deutschland haben zurzeit einen guten Zugang zu Krediten. Und wenn die Euro-Schuldenkrise nicht völlig aus dem Ruder läuft, dann dürfte dies auch im weiteren Jahresverlauf so bleiben. Zudem sind die Konditionen günstig – durch das niedrige Zinsumfeld und den Wettbewerb der Banken um gute Firmenkunden.

Unternehmen gut positioniert
Wer hätte das vor sechs oder zwölf Monaten gedacht? Während im Euroraum insgesamt die Staatsschuldenkrise unablässig für große Verunsicherung bei Unternehmen und Konsumenten sorgt, steht die deutsche Wirtschaft ungewöhnlich gut da. Während die Chefs von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) bereits mehrfach vor einer Kreditklemme in Teilen der Eurozone gewarnt haben, ist von einem solchen Engpass in Deutschland keine Rede. Selbst das „Schreckgespenst“ Basel III mit seinen erhöhten...mehr>



Unternehmerstandpunkte

„Das Unternehmen ist mein Leben“ (Ausgabe 2/2012)

Interview mit Stefan Lübbe, Vorsitzender der Geschäftsführung und Allein-Gesellschafter, Bastei Lübbe GmbH & Co. KG

Stefan Lübbe steht seit 2001 an der Spitze der größten konzernunabhängigen Verlagsgruppe in Deutschland, die 1953 von seinem Vater Gustav Lübbe gegründet wurde. Pünktlich zur Buchmesse im Oktober letzten Jahres platzierte der Bastei Lübbe Verlag eine Unternehmensanleihe in Höhe von 30 Mio. EUR. Im Interview spricht der Verleger über seine Verantwortung als Familienunternehmer, seinen Finanzierungsmix sowie die digitalen Herausforderungen der Verlagsbranche.

Unternehmeredition: Herr Lübbe, was bedeutet es für Sie, Familienunternehmer zu sein?
Lübbe: Dieses „Familienunternehmen“ ist mein Leben. Das heißt für mich, dass ich mich voll und ganz mit dieser Verlagsgruppe identifiziere und dafür stehe. In einem Familienunternehmen denken wir langfristig und führen das Haus auch verantwortlich durch...mehr>



Finanzierung

Mittelstandsanleihen – Neuer Markt Reloaded? (Ausgabe 2/2012)

Nachbesserungsbedarf bei Ratings

Von Arno Fuchs und Kai Frömert, Director, FCF Fox Corporate Finance GmbH

Im jungen Markt der Mittelstandsanleihen werfen die Insolvenzanträge der SIAG und Solarhybrid erstmals dunkle Schatten. Zwar hatte Solarhybrid noch keine Anleihe emittiert, jedoch war eine solche angekündigt und in Vorbereitung. Die Ratingagentur muss sich hier die Frage gefallen lassen, wie ein Unternehmen noch im Oktober letzten Jahres mit BBB+ bewertet werden konnte, das sechs Monate später Insolvenz anmelden musste.

Das Rating muss funktionieren
Auf den ersten Blick mutet diese Entwicklung wie ein „Neuer Markt Reloaded“, an und nach den Fehlentwicklungen im Bereich der Mezzanine-Programme müsste man bereits Angst vor einem „Fehlstart 3.0“ haben. Auch das Segment Mittelstandsanleihen – welches eine sinnvolle Ergänzung bestehender Kapitalmarktinstrumente darstellt und Unternehmen hilft,...mehr>



Interviews

„Die Bedingungen für Unternehmenskredite sind so gut wie lange nicht mehr“ (Ausgabe 2/2012)

Das Fördervolumen der KfW Mittelstandsbank ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Im Interview spricht KfW-Vorstand Dr. Nawrath über die Gründe für diese Entwicklung, Förderkredite für den Mittelstand sowie das neue KfW-Energieeffizienzprogramm.

Interview mit Dr. Axel Nawrath, Vorstand, KfW Bankengruppe

Unternehmeredition: Herr Dr. Nawrath, das Fördervolumen des Geschäftsbereichs Mittelstandsbank ist im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Was war der Grund dafür und wie bewerten Sie das Ergebnis?
Nawrath: Hierfür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Der erst Grund ist das Auslaufen des KfW-Sonderprogramms zum Ende des Jahres 2010. Darin hatten wir in den Jahren 2009 und 2010 im Auftrag des Bundes den Unternehmen in Deutschland zusätzliche Kreditmittel zur Abfederung der Wirtschafts- und Finanzkrise zur Verfügung gestellt. Das hat sich in unserem Fördervolumen dieser beiden Jahre als Sondereffekt niedergeschlagen, allein im Jahr 2010 waren es 6,2 Mrd. EUR. Der zweite Grund ist, dass wir uns entschlossen haben, unser Fördervolumen nach dem...mehr>