„Wir führen einen offenen Dialog“

Rubenbauer ist der heimliche Herrscher der Gastronomieszene auf Münchens Bahnhöfen. Künftig wird die Gruppe auch auf dem Nürnberger Bahnhof aktiv und das traditionelle Wirtshaus „Donisl“ am Marienplatz leiten. Wie dem CEO Karlheinz Reindl die Nachfolge im Familienunternehmen gelang. 

Ist das Geschäft Bahnhofsgastronomie ein Wachstumsmarkt?

Es gibt viele Mitbewerber. Macht man seine Sache allerdings gut und schaut etwas über den Tellerrand hinaus, lohnt es sich. Ziel ist es, ein gewisses Ambiente zu schaffen und sich über die Dienstleistung etwas abzuheben. Sicherlich spielt auch die Erfahrung eine große Rolle. Auf dem Bahnhofsektor sind wir seit dem Jahr 1977.

Wie funktioniert das Geschäftsmodell in den Bahnhöfen?

Wir mieten von der Bahn die Flächen in einem eher unbebauten Zustand. Sie verlangt eine marktübliche Miete und ist dann am Umsatz beteiligt. Der große Vorteil: Die Kunden kommen jeden Tag zum Bahnhof. Man muss sie nur noch abholen.

Unterscheidet sich die Bahnhofsgastronomie von der Wirtshausgastronomie?

Gar nicht so sehr. Es ist beides klassisches Gastronomiegeschäft, das alle aus unserer Familie gelernt haben. Ich bin Küchenmeister und habe über den zweiten Bildungsweg meinen Betriebswirt gemacht.

Den braucht es wahrscheinlich auch. Ihre Investitionssumme in diesem Jahr dürfte nicht so gering sein?

In diesem Jahr investieren wir rund fünf Mio. Euro. Die Hälfte kommt aus Eigenmitteln. Den Rest finanzieren wir über Banken.

Wie laufen derzeit die Gespräche mit den Banken?

Wir bekommen viele Angebote und können Sie uns derzeit aussuchen. Früher saß der Schwiegervater bei wichtigen Verhandlungen noch mit am Tisch. Heute informieren wir ihn über die wichtigen Entscheidungen. Er lebt in Spanien und kommt zweimal im Jahr nach München.

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