Unter Einbeziehung von Beispielen aus der Praxis haben EY und das Deutsche Aktieninstitut (DAI) einen Leitfaden zur Implementierung von Mitarbeiteraktienprogrammen entwickelt. Gordon Rösch und Dr. Franz-Josef Leven über Herausforderungen und die Wege zum Erfolg.

Warum spielt die Kommunikationsstrategie eine so wichtige Rolle?

Rösch: Berechtige Mitarbeiter verfügen teilweise nur über rudimentäre Kenntnisse zum Thema Aktien und Kapitalmarkt. Eine verständliche Kommunikation ist daher entscheidend, um die Mitarbeiter zu erreichen. Das war auch Ergebnis der Studie von EY und DAI zur Mitarbeiterbeteiligung mit Aktien. Je nach Zielgruppe etwa hinsichtlich Alter, Hintergrund und Ausbildung eignen sich sowohl digitale Medien – wie etwa Webcasts, Videos, Apps oder Foren – als auch eine gezielte Ansprache vor Ort durch Roadshows.

Wie kann der administrative Aufwand in Grenzen gehalten werden?

Rösch: Eine strukturierte Herangehensweise und der Rückgriff auf bewährte Best-Practice-Ansätze bereits beim initialen Setup von Programm und Projekt begrenzen den Aufwand. Simple beziehungsweise bewährte Plandesigns vereinfachen die Administration. Zudem sollte bei internationalen Roll-outs rechtzeitig ein Check länderspezifischer Anforderungen erfolgen und regelmäßig aktualisiert werden, um Verpflichtungen – wie etwa Registrierungen in China – fristgerecht nachzukommen, spezifische Prozesse wie etwa Lohnsteuereinbehaltungsverpflichtung der Payrolls rechtzeitig aufzusetzen und um „Aufräumarbeiten“ hinterher zu vermeiden.


Zu den Personen

 

 

 

 

 

 

Gordon Rösch ist Partner bei der Ernst & Young GmbH. Er leitet den Bereich Global Equity und berät Unternehmen bei der Implementierung und Betreuung ihrer Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

www.ey.com

Dr. Franz-Josef-Leven ist stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Aktieninstituts.

www.dai.de