Die Hirschvogel Automotive Group hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Milliardenkonzern entwickelt. Der CFO der Gruppe Dr. Alfons Hätscher erklärt, welche Faktoren dafür ausschlaggebend waren und warum sich Wachstum konsolidieren wird. 

Wenn es bei den Maschinen vor allem um neue Aufträge geht, inwieweit müssen diese dann erst gebaut werden?

Im Bereich Zerspanen versuchen wir weitgehend, Standardmaschinen zu kaufen. In der Umformtechnik ist es etwas anders gelagert. Die Pressenaggregate dafür sind zu einem gewissen Grad maßgeschneidert. Da gibt es teilweise Vorlaufzeiten von bis zu eineinhalb Jahren, bis die Maschine vom Lieferanten konzipiert, gebaut, bei uns aufgebaut und für die Produktion eingefahren wurde.

Geschmiedete Radnaben auf einem Förderband: "Wir sind im Kielwasser der deutschen Automobilhersteller gewachsen."
Geschmiedete Radnaben auf einem Förderband: „Wir sind im Kielwasser der deutschen Automobilhersteller gewachsen.“ © Hirschvogel Automotive Group

Bei den langen Vorlaufzeiten ist es naheliegend, das inhouse zu machen.

Nein, das macht für uns keinen Sinn. Wir können die Anlagen sicherlich betreiben, allerdings fehlen uns das nötige Wissen sowie die Fertigungstechnologien, um diese Anlagen auch entwickeln oder bauen zu können. Weltweit gibt es nur einige wenige Lieferanten, die das können. Wenn wir versuchen würden, das selbst zu machen, würden wir uns wohl überschätzen. Eine Rückwärtsintegration ist weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll und damit für uns keine Option.

Denken Sie in anderen Bereichen über Zukäufe nach?

Wir sind in den vergangenen Jahren ausschließlich organisch gewachsen. Zukünftig wollen wir externes Wachstum nicht mehr ausschließen, um unser Portfolio abzurunden beziehungsweise zu ergänzen. Für Hirschvogel ist es ein großer Schritt, M&A überhaupt als Wachstumsoption zu sehen.