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Unternehmeredition 2-2014

Nur eine Konjunkturdelle

| Unternehmeredition Mittelstandsfinanzierung 201494 Vermögen Kapitalkompass Nur eine Konjunkturdelle Die Krise in der Ukraine belastet, in den Emerging Markets läuft es nicht rund und die US-Konjunkturdaten blieben zuletzt hinter den Erwartungen. Allerdings könnte das Wachstum dort im Verlaufe des Jahres wieder steigen. VON ROBERT M. HALL als zuvor allgemein erwartet wurde. Nach drei enttäuschenden Monaten sind die Renditeprognosen allgemein zurückgenommen worden, wenn auch nur leicht. Die Mehrheitsmeinung ist aber noch immer, dass die Renditen zum Jahresende höher sein werden als jetzt. Die Botschaft vom US-Staatsanlei- henmarkt ist vorsichtig optimistisch. Es gibt vorübergehende Zweifel an der US-Konjunktur, doch die Anleiheren- diten werden auf Basis günstigerer Makrodaten und einer Fortsetzung des Taperings weiter steigen. Nach dem jüngsten Rückgang könnte es al- lerdings etwas länger dauern, bis die noch zu Jahresbeginn erwarteten Ni- veaus erreicht werden. Die besseren Renditen der US-Staatsanleihen sollten dann jene von Staatsanleihen im Allge- meinen weltweit nach oben treiben. Es hängt von den einzelnen Ländern ab, wie stark dies der Fall sein wird. Unserer Ansicht nach wurde das Wachstum lediglich etwas gebremst. Die Konjunktur wird sich voraussicht- lich von ihrer Delle erholen, so dass das reale annualisierte US-BIP-Wachstum im weiteren Verlauf dieses Jahres wie- der auf 2,5% bis 3% steigt. Wir halten die Zinsrisiken daher für gravierender als die Kreditrisiken. Konsequenterweise sind wir in Credits noch immer überge- wichtet, bieten sie doch höhere Zinsen als Titel bester Bonität. A nfang 2014 glaubten wir, dass das leicht über dem Trend lie- gende US-Wachstum, die Reak- tion der Fed und die steigenden ame- rikanischen Staatsanleiherenditen die Rentenmärkte bestimmen würden. Für die meisten Marktsegmente schien uns die Aussicht auf höhere US-Renditen direkt oder indirekt ungünstig. Doch Mitte Januar blieben die ame- rikanischen Konjunkturdaten hinter den Konsenserwartungen zurück. Ar- beitsmarktbericht, Industrieproduk- tion und privater Verbrauch waren überraschend schwach. Muss die er- freuliche Konjunkturstory, an die wir zu Jahresbeginn geglaubt haben, neu geschrieben werden? Die Signale der Rentenmärkte sind uneinheitlich. Die Entwicklung in der Ukraine stellt zudem ein neues Risiko für die Märkte dar. Das rechtfertigt eine gewisse Vor- sicht bei Investitionsentscheidungen. Weder Russland noch der Westen sind mit dem aktuellen Stand der Dinge zufrieden. Die USA halten mehr von Sanktionen als die EU. Am Ende jedoch müssen wir uns daran erinnern, dass die Ukraine von größerer Bedeutung für Russland als für den Westen ist. Höhere Renditen zum Jahresende Schwache Konjunkturdaten und Emer- ging-Market-Turbulenzen sorgten für genügend Verunsicherung, um die In- vestoren in sichere Häfen zu treiben und die Kurse von US-Staatsanleihen steigen zu lassen. Verstärkend wirkte, dass viele Anleger in Erwartung stei- gender Zinsen Short-Positionen ein- gegangen waren und sich jetzt nicht schnell genug mit länger laufenden Ti- teln eindecken konnten. Zwar scheint die Rally zu Ende, doch ist die Unsi- cherheit noch immer groß. Die Staats- anleiherenditen bewegen sich jetzt in einem niedrigeren Handelskorridor ZUR PERSON Robert M. Hall ist Institutional Portfolio Manager Fixed bei MFS Investment Management. MFS Investment Ma- nagement ist ein global ausgerichteter Vermögensverwalter mit Investment- büros am Firmensitz in Boston/Mas- sachusetts sowie in London, Mexico City, Hongkong, Sao Paolo, Singapur, Sydney, Tokio und Toronto. Für Pri- vatkunden und institutionelle Anleger verwaltet MFS weltweit Vermögen im Wert von 413 Mrd. USD. www.mfs.com

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