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Unternehmeredition 2-2014

89Mittelstandsfinanzierung 2014 Unternehmeredition | Fallstudie Patrick Voßhall. Die stille Beteiligung sei auch deshalb ein wichtiger Finanzie- rungsbaustein, weil die Gewährung von Bankkrediten für Softwareinvestitionen wegen des Aspekts der Sicherheiten oft mit Schwierigkeiten verbunden ist. „Mit der MBG haben wir aufgrund der lang- jährigen Zusammenarbeit und ihres Verständnisses für unser Geschäft den richtigen Ansprechpartner gefunden“, sagt Voßhall. Gebr. Ewald GmbH: Mit Haarkosmetik international erfolgreich Auf mehr als 70 Jahre Tradition kann das Familienunternehmen Gebr. Ewald im thüringischen Nahetal-Waldau zu- rückblicken, bei dem heute die vierte Generation zusammen mit den Eltern die Geschäfte führt. Zu Zeiten der DDR war der zwischenzeitlich verstaatlich- te Betrieb mit Flüssigkeiten für Dauer- wellen überaus erfolgreich. Nach der Reprivatisierung ging die Erfolgsge- schichte weiter. Unter dem Markenna- men „C:ehko“, der sich aus den beiden Kürzeln für „Coiffeur“ und „Ewald Haar Kosmetik’“ zusammensetzt, hat seit der Jahrtausendwende auch der inter- nationale Erfolg schlagartig zugenom- men. Die enge Zusammenarbeit mit der wichtigen Zielgruppe der Friseure pflegt das Unternehmen durch Liefer- zuverlässigkeit, Service und viele per- sönliche Kontakte. „Friseure schätzen überall auf der Welt familienähnliche Partnerschaften“, sagt die geschäfts- führende Gesellschafterin Annegret Ewald. Von Portugal, Österreich und der Schweiz bis hin in die Ukraine, nach Russland und ins Baltikum ex- portiert die Gebr. Ewald GmbH heute in über 20 Länder. Ein wichtiger Part- ner für die Kapitalausstattung ist da- bei die MBG Thüringen. Sie stellte vor drei Jahren eine stille Beteiligung zur Finanzierung des Exportwachstums bereit. „Banken geben lieber Kredite für gegenständliche Werte. Da ist es gut für uns, dass die MBG auch die Entwicklung von Vertriebsstrukturen inklusive Personalkosten sowie von Vermarktungskonzepten finanziert“, sagt Geschäftsführerin Ewald. Die stil- le Beteiligung dient darüber hinaus der Kapitalunterlegung von Rohstoff- und Fertigwarenbeständen, deren Volumen mit den steigenden Exporten zunimmt. Vilm Yachts GmbH: Vorfinanzierung außergewöhnlicher Schiffe Bei Hobbyseglern hat der kleine Hafen Lauterbach auf der Insel Rügen nicht nur wegen der schönen Natur einen her- vorragenden Ruf. Hier, wo schon seit 1948 Schiffe gebaut werden, entstehen auch außergewöhnlich individuelle und solide Familienyachten. Für internatio- nales Aufsehen sorgte Firmengründer Wolfgang Lenz erstmals 1967, als er seine Yachten des Typs „Vilm“ auf einer Ausstellung in London präsentierte. Die Vilm wurde danach regelrecht zu einem Exportschlager der DDR. Die Nachfrage hielt auch an, als das Unternehmen 1990 privatisiert wurde. Denn in Lauterbach entstehen bis heute in Handarbeit maß- geschneiderte Qualitätsyachten, die bei bestem Komfort einfach zu segeln sind. „Wir sind kein Massenhersteller, sondern eher eine Manufaktur“, sagt Matthias Lenz, der den Betrieb des Va- ters übernommen hat. Auf individuelle Gestaltung achtet der Firmenchef auch bei der betrieblichen Finanzierung. Ein wichtiger Baustein sind dabei die seit 2007 von der Bürgschaftsbank Mecklen- burg-Vorpommern bereitgestellten Aus- fallbürgschaften. Das erleichtert dem Unternehmen die Vorfinanzierung der Aufträge. Wenn neue Projekte anlaufen, nutzt die Vilm Yachts GmbH zudem stil- le Beteiligungen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg- Vorpommern (MBMV). Matthias Lenz weiß diese Form der Finanzierung trotz der etwas über einem Bankkredit lie- genden Verzinsung zu schätzen. „Die stille Beteiligung macht uns unabhängi- ger von den Banken, die – anders als die MBMV – Neuentwicklungen nicht gerne finanzieren“, sagt Lenz. Johann Erhard Meyer GmbH & Co. KG: Holzhändler achtet auf Liquidität Ob bei deutschen Importeuren, euro- päischen Sägewerken oder bei der In- dustrie: Das Import- und Handelshaus Johann Erhard Meyer GmbH & Co. KG in Bremen kauft Hölzer in großen Men- gen direkt von den heimischen und weltweiten Märkten ein, so dass es seinen Kunden eine große Auswahl bei gleich bleibender Qualität garantieren kann. Die Abnehmer des 1848 gegrün- deten Unternehmens sind im traditio- nellen Kerngeschäft Tischlereien und Zimmereibetriebe, die im regionalen Umkreis von rund 80 Kilometern ihren Sitz haben. In etwa gleichem Geschäfts- umfang beliefert der Handelsbetrieb darüber hinaus bundesweit die Ver- packungs- und Palettenindustrie. Vom Schnittholz bis zu Holzwerkstoffen und Bauelementen kommen von der Johann Erhard Meyer die gewünschten Mengen zu marktgerechten Preisen. Das stellt hohe Anforderungen an die Kalkulation und Finanzplanung. „Wir müssen sowohl im Einkauf als auch mit Blick auf die Zahlungskonditionen Johann Erhard Meyer GmbH & Co. KG: Holz für Handwerksbetriebe

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