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Unternehmeredition 2-2014

| Unternehmeredition Mittelstandsfinanzierung 201480 | Unternehmeredition Mittelstandsfinanzierung 2014 Banken meist restriktiv und die Liqui- dität ist ein knappes Gut. Beteiligungs- gesellschaften können in dieser Phase frisches Geld und entsprechende Re- strukturierungserfahrung mitbringen. Ähnlich verhält es sich bei Wachstums- finanzierungen, welche den gewohnten Finanzierungsrahmen überschreiten. Das ohne Sicherheiten bereitgestellte Private Equity ist zwar teurer als Kre- dite und Darlehen, jedoch oftmals die einzige Möglichkeit, große Wachstums- schritte überhaupt gehen zu können. Erfahrungen und Einstellungen zueinander Diesen Erkenntnissen zugrunde liegt eine Untersuchung, die auf persönlich geführten Interviews basiert. Die be- fragten regionalen Player sind alle Cap- tive und Semi-Captive, sind also keine Private-Equity-Fonds, sondern haben alle einen oder wenige Eigentümer, was den Markt Baden-Württemberg sehr gut widerspiegelt. Die Identifika- tion der Interviewpartner erfolgte sys- tematisch nach im Vorfeld festgelegten Kriterien und lieferte folgende wesent- lichen Ergebnisse: Der Kenntnisstand von Familienun- ternehmern zu Private Equity ist nach wie vor eher schlecht, allerdings in den vergangenen Jahren von Verbesse- rungstendenzen geprägt. Eine künftige Nutzung ist vorwiegend bei Wachs- tumsfinanzierungen und Nachfolgere- gelungen denkbar. Familienunterneh- mer verbinden mit Beteiligungskapital die Einschränkung ihrer Unabhängig- keit und hohe Kosten. Vorbehalte las- sen sich am ehesten über Transparenz, eine klare vertragliche Regelung und gelebte Partnerschaftlichkeit abbauen. Darüber hinaus ist den Familienunter- nehmern wichtig, dass der Private- Equity-Partner aus der Region kommt und erfolgreiche Referenzen vorwei- sen kann. Nahezu alle Befragten gingen von einem steigenden künftigen Bedarf für Private Equity aus. Regionaler Private-Equity-Markt Der Zugang zum baden-württember- gischen Private-Equity-Markt wird als gut eingeschätzt. Die Informati- onsverfügbarkeit und die Chance auf Kapitalbereitstellung sind sehr hoch. Allerdings ist es überraschend, dass nur wenige Beteiligungsgesellschaften ihren Sitz in einem wirtschaftlich so starken Bundesland haben. Hier wird Nachholbedarf gesehen. Mittelständi- sche Familienunternehmen erhalten Beteiligungen fast ausschließlich von regionalen oder nationalen Playern. Für internationale Gesellschaften oder gar Private-Equity-Fonds ist diese Ziel- gruppe aufgrund der geringen Inves- titionsgrößen kaum interessant. Die regionalen Beteiligungsgesellschaften sind in ihrem Auftreten sehr auf den Mittelstand ausgerichtet. Sie bieten vorwiegend Minderheitsgesellschaften und Mezzanine-Kapital an, weshalb auch die beschriebenen Zielkonflikte weniger stark ausgeprägt sind. Angebot und Nachfrage haben seit der Finanzkri- se wieder zugenommen. Es gibt jedoch mehr Angebot als nachgefragt wird. FAZIT Der Kenntnisstand von Familienunter- nehmern zu Beteiligungskapital sollte verbessert werden, um die teilweise unberechtigten Bedenken zu reduzie- ren. Informationen sind ein Erfolgsfak- tor. Die steigende künftige Bedeutung von Private Equity für Familienunter- nehmen wird aufgrund der unsicheren Finanzierungssituation und Bankenab- hängigkeit gesehen. Das mittelstands- konforme Angebot in Baden-Württem- berg bietet zudem eine große Chance der Akzeptanz. Mit der Umsetzung der aufgezeigten Möglichkeiten des Vor- behaltsabbaus könnte die Nachfrage nach Private Equity steigen und so der Standort Baden-Württemberg weiter gestärkt werden. Der Kenntnis- stand von Famili- enunternehmern zu Private Equity ist nach wie vor eher schlecht, allerdings verbes- serte er sich in den vergangenen Jahren. Strategie Teil für Teil: Nur mühsam nähern sich Private-Equity-Gesellschaften und Unternehmen an. Foto:PantherMedia/BenisArapovic

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